Dienstag, 19. September 2017

[Buchrezension] Food, Love & Wine - Die besten Rezepte zum Wein

Ihr Lieben,

ich habe ein neues Lieblingsbuch. Und es dürfte für euch wenig überraschend sein: Es ist ein Kochbuch. Aber nicht ein normales Kochbuch. Es ist ein Kochbuch, das die zweite kulinarische Freude thematisiert, die ich liebe: Wein!
Wer mich kennt wird sagen: Mensch, das ist ja genau ihr Ding. Und genau so ist es auch!
Ich hatte solche Freude, durch das Buch zu stöbern! Und ich glaube, das ist bislang das allererste Kochbuch, das ich tatsächlich von Anfang bis Ende durchgelesen habe.
Insofern schicke ich ein großes Dankeschön an den Hölker-Verlag, der mir "Food, Love & Wine als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Buchcover Food, Love & Wein

Aber jetzt mal von vorne - Das Buch Food, Love & Wein:

Food, Love & Wine ist ein Gemeinschaftsprojekt der leidenschaftlichen Hobby-Köchin und Bloggerin Kerstin Getto (cookingaffair) und der bekannten Sommerlière Natalie Lumpp.
Und es geht um Essen - und den dazu passenden Wein.
Das Buch beginnt schon mit einer tollen Übersicht über die verschiedenen Weinarten, von leichtem Weißwein bis hin zu Süßwein, und welche Speisen dazu passen.
Dann geht es weiter mit einem netten Vorwort von Kerstin Getto und einem Einblick, wie sie zu Wein kam. Das wirkt ganz charmant und ehrlich - man merkt, wie viel Freude ihr das Projekt gemacht hat. Auch Natalie Lumpp ließ es sich nicht nehmen, ein paar persönliche Zeilen zu verfassen - sehr schön!
Und dann geht es auch schon los - jedes Kapitel startet mit Wein - und jede Weinart wird schön beschrieben - welche Weine gibt es, was macht sie aus, welche Besonderheiten gibt es. Und dann folgen dazu passend leckere Gerichte - und zu jedem Gericht gibt es eine explizite Weinempfehlung. Dabei ist das Buch nicht kategorisch zu verstehen, denn das Credo lautet: Erlaubt ist, was schmeckt.
Und so sind die Weinempfehlungen auch wirklich als Empfehlungen zu verstehen.
Besprochen werden leichte Weißweine, kraftvolle Weißweine, leichte Rotweine, kräftige Rotweine, Roséweine, Schaum- und Desertweine.

Weißweinglas

Das Buch an sich:

Man merkt alleine schon am Einband, dass man einen kleinen Schatz in den Händen hält. Denn dieser ist eine Kombination aus braunem Leinenstoff, Folien- und goldener Tiefprägung. Es fasst sich toll an und sieht schön aus.
Und auch die Fotos im Buch sind toll. Die Fotografin Daniela Haug hat alles wunderbar in Szene gesetzt, nicht nur das Essen, sondern auch Szenen der beiden Autorinnen. Alle Beteiligten scheinen einfach ganz viel Freude an der Erstellung des Buchs gehabt zu haben.

So ein schönes Buch!

Meine Testrezepte:

Natürlich ist es in jedem Kochbuch so: Nicht alle Rezepte gefallen einem persönlich. Aber mir haben in diesem Buch so viele Rezepte gefallen, dass mir die Entscheidung nicht leicht gefallen ist. Zwei davon stelle ich euch heute vor - ein Rezept zu Weißwein und eines zu Rotwein.

Passend zu kraftvollem Weißwein - Kartoffelgratin mit Champignons

Kartoffelgratin mit Champignons

OK, ich gebe zu, das Originalrezept ist mit Steinpilzen. Ich bin aber auf Champignons ausgewichen, denn ich vertrage keine Steinpilze (ja, ist das nicht schrecklich?). Dafür habe ich das Gratin noch mit Serrano-Schinken gepimpt - wer das mag...

Ihr braucht für 4 Portionen:

  • 5 große Champignons - ich habe braune Champignons verwendet
  • 800 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 50 g Butter plus 1 EL für die Form
  • 1 Knoblauchzehe
  • 400 ml Schlagsahne
  • 250 ml Vollmilch
  • 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
  • Salz
  • 2 EL grob geriebenen Gruyère
  • Und evtl. ein paar Scheiben Serrano-Schinken, die ihr unter die Kartoffeln verteilt

Kartoffelgratin mit Champignons


Heizt den Backofen auf 200°C vor.
Schält die Kartoffeln und schneidet sie in sehr dünne Scheiben - ich habe das mit der Küchenmaschine gemacht. Auch die Champignons habe ich durch die Küchenmaschine gejagt - die haben es aber nicht alle im ganzen überlegt, was aber nichts gemacht hat. Ich habe sie einfach mit den Kartoffeln vermischt und beides dann fächerförmig in einer Tarteform verteilt.
Den Knoblauch schält und halbiert ihr und erhitzt ihn zusammen mit der Milch, der Sahne und der Butter. Den Knoblauch könnt ihr dann herausnehmen - habe ich jedoch nicht gemacht.
Würzt die Mischung mit der Muskatnuss und mit Salz. Gießt die Sahnemischung dann über die Kartoffeln und gebt die Form für 30 Minuten in den Ofen. Dann streut ihr den Käse drüber und gratiniert ihn etwa 10 Minuten, bis er goldbraun ist.
Lecker, oder? Wenn ihr einen bunten Salat dazu macht, habt ihr eine tolle Malzeit.

Kartoffelgratin


Und natürlich braucht ihr einen tollen Wein dazu! Die Empfehlung hier ist Grauburgunder, da dieser meist wenig Säure hat und mit einer nicht gerade leichten Malzeit gut mithalten kann. Aber auch ein leichter Spätburgunder würde gut passen.
Ich habe mich für Grauburgunder entschieden - ich habe nämlich zwei leckere im Haus:
Grauburgunder Kaisermantel vom Weingut Dr. Koehler und Grauburgunder von Karl Müller aus Nordheim in Franken.

               Grauburgunder KaisermantelGrauer Burgunder Karl Müller

Passend zu kräftigen Rotweinen: Gruyère-Kekse mit Thymian

OK, zwei Rezepte mit dem gleichen Käse, werdet ihr vielleicht denken... Aber sie sind einfach beide zu lecker - und wenn man den Käse schon zu Hause hat, ist das doch auch noch praktisch.
Da es gerade im Herbst und Winter fast nichts Schöneres gibt, als mit einem Buch, einem guten Rotwein und etwas leckerem zu Knabbern auf dem Sofa zu kuscheln, habe ich mich für die Kekse entschieden. Und ganz ehrlich: Die sind soooo lecker!

Gruyère-Kekse mit Thymian


Für etwa 30 Stück braucht ihr:

  • 100 g reifen Gruyère
  • 125 g Weizenmehl plus etwas Mehl für die Arbeitsfläche
  • 1 TL Salz
  • 80 g zimmerwarme Butter
  • 1 Eigelb (Größe L)
  • 1 EL frische Thymianblätter 
  • 1 EL kaltes Wasser


Reibt den Käse fein und verknetet ihn mit Mehl, Salz, Butter, Eigelb, Thymian und Wasser zu einem glatten Teig. Rollt diesen auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle mit 4 cm Durchmesser. Wickelt ihn in Frischhaltefolie und gebt ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit heizt ihr den Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze vor.
Legt ein Blech mit Backpapier aus. Schneidet die Teilrolle in 1 cm dicke Scheiben und legt diese auf das Backblech. evtl. müsst ihr diese noch etwas nachformen. Backt sie dann in 10 bis 15 Minuten goldbraun.

Gruyère-Kekse mit Thymian


Der Weintipp hier: Thymian verbindet sich wohl am besten mit einem südländischen Rotwein. Ich habe mir hier einen Wein aus Italien ausgesucht, eine Entdeckung aus dem Gardasee-Urlaub, ein wahnsinnig geschmeidiger schöner Rotwein: Paradiso vom Weingut Scaia. Alleine das Etikett ist herrlich, denn auf der Rückseite steht - grob übersetzt - geschrieben: Wer gut trinkt, schläft gut. Wer gut schläft, sündigt nicht. Wer nicht sündigt, kommt ins Paradies. Ist das nicht schön?! Und wenn sowas dann auch noch so lecker schmeckt, fühlt man sich doch schon fast wie im Paradies. Und die Kekse passen perfekt dazu.

Rotwein Scala - Paradiso

Mein Fazit:

Wenn ihr euch selbst etwas Schönes gönnen wollt oder vielleicht ein Geburtstagsgeschenk, oder sogar schon die ersten Weihnachtsgeschenke sucht: Greift zu! Wenn ihr gutes Essen und Wein liebt, ist dieses Buch einfach schön!

Liebste Grüße von Martina

Trauben

Das Buch wurde mir auf Anfrage zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dennoch beschreibe ich hier meine eigene, unbeeinflusste Meinung. Am Verkauf des Buches bin ich nicht beteiligt.

Verlinkt mit Dienstagsdinge

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