Freitag, 27. Oktober 2017

Ein HochgeNUSS - Maronen-Creme-Suppe

Ihr Lieben,

die liebe Ina von INA IS(S)T hat mal wieder ein tolles Blogevent ins Leben gerufen: Es geht um Nüsse - egal ob Haselnuss, Pistazie oder Mandel. Der treffende Name ist: HochgeNUSS. Es werden leckere Rezepte rund um die knackigen Leckereien gesucht. Da gehe ich doch mit einer meiner liebsten Nüsse ins Rennen - der Esskastanie oder auch Maroni.
Ich liebe es, heiße Maroni auf dem Weihnachtsmarkt zu naschen. Aber sie schmecken mir auch ganz wunderbar als Suppe! Und genau diese Suppe möchte ich euch heute zeigen. Ich gebe zu, das ist keine dieser leichten Suppen, die zum Abnehmen geeignet sind. Nein, diese Suppe eignet sich einfach nur zum Schlemmen und Genießen! An die Kalorien solltet ihr dabei nicht denken. Aber immerhin ist der Fettgehalt von Esskastanien geringer als der anderer Nüsse. Das ist doch schon mal was, oder? Außerdem macht die Suppe satt, also ist man nach einem Teller Suppe einfach glücklich.

Rezept für leckere Maronen-Creme-Suppe 


Maronen-Creme-Suppe

Die Zutaten

Für 2 Teller leckere Maronen-Creme-Suppe braucht ihr:

  • 200 g gegarte Maronen - ihr könnt natürlich auch frische Maronen nehmen und im Ofen rösten, aber so geht es schneller
  • 1 große Kartoffel
  • 1 Stange Lauch
  • 1 EL Olivenöl
  • 150 ml Portwein
  • 200 ml Rinderfond - oder auch Geflügel- oder Gemüsefond
  • ca. 100 ml Wasser
  • 100 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer

Maronen-Creme-Suppe

So geht's

Schält die Kartoffel und schneidet sie in kleine Würfel. Putzt den Lauch und schneidet ihn in Ringe. Die Maronen hackt ihr grob.
Erhitzt das Öl in einem Topf und bratet den Lauch darin leicht an. Dann kommen die Kartoffeln und dann die Maronenstückchen hinzu. Kurz mit anbraten und dann mit dem Portwein ablöschen. Gebt dann den Fond hinzu und noch etwas Wasser und lasst alles für etwa 15 Minuten köcheln, bis die Kartoffelstückchen gar sind. Dann püriert ihr alles mit dem Pürierstab zu einer cremigen Suppe. Gebt dann die Sahne hinzu und, falls euch die Suppe zu dick ist, noch etwas Wasser. Lasst die Suppe noch einmal gut aufkochen und schmeckt dann mit Salz und Pfeffer ab. Fertig!
Ich verfeinere die Suppe gerne noch mit etwas geschlagener Sahne - sieht hübsch aus und macht die Suppe noch mal cremiger.

Maronen-Creme-Suppe


Klingt lecker? Ist auch lecker!
Bis jetzt war zumindest jeder begeistert, der die Suppe probiert hat.
Natürlich kann man auch eine vegetarische oder auch vegane Variante daraus kochen. Aber ich mag sie gerne mit Rinderfond, weil sie dann noch etwas kräftiger schmeckt.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst mich doch gerne wissen, wie euch die Maronen-Creme-Suppe geschmeckt hat!
Liebste Grüße von Martina


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Freitag, 20. Oktober 2017

[Buchrezension] Selbstgemacht im Glas - Zum Einkochen, Mitnehmen & Verschenken

Ihr Lieben,

wer hier hin und wieder mal mit liest, der weiß, dass ich total gerne Marmelade/Konfitüre und Chutney einkoche. Bei Marmelade ist das so eine Sache, denn ich esse selbst kaum Marmelade. Aber es macht mir so großen Spaß, sie zu kochen. Ich finde es einfach immer faszinierend, wenn man aus Lebensmitteln plötzlich etwas ganz anderes zaubert. Und bei Konfitüre hat man dann noch den großen Vorteil, dass man jederzeit etwas Kleines zum Verschenken zu Hause hat. Genauso ist es bei Chutney, mit dem Unterschied, dass ich Chutneys durchaus gerne selbst esse und eher aufpassen muss, dass etwas zum Verschenken übrig bleibt.
Vor diesem Hintergrund ist es wohl kaum verwunderlich, dass ich mich total über das Rezensionsexemplar von "Selbstgemacht im Glas - zum Einkochen, Mitnehmen & Verschenken" von Nikolaus Tomsich gefreut habe. Vielen lieben Dank an dieser Stelle an den Brandstätter Verlag.

Meine eingemachten Leckereien

Das Buch "Selbstgemacht im Glas"

Es gibt ja einige Bücher mit dem Thema "Gruß aus der Küche", die auch viele Tipps für Leckeres im Gläser beschreiben. Wodurch sich dieses Buch von den anderen unterscheidet? Man lernt zusätzlich, wie man richtig einkocht und so Lebensmittel haltbar macht. Und genau damit beginnt das Buch auch, mit einer Übersicht über die verschiedenen Arten, Lebensmittel haltbar zu machen. Eine Übersicht über eine Doppelseite gibt zum Beispiel einen tollen Überblick darüber, welches Produkt man am besten wie einkocht. Und dabei wird nicht davon ausgegangen, dass jeder einen Einkochautomaten hat, sondern es wird auch beschrieben, wie das im Backofen oder auch im Kochtopf/Schnellkochtopf klappt. Auch die verschieden Gläserarten und Deckel werden ausführlich beschrieben. Ich habe da noch einiges lernen können. Besonders gefreut hat mich dabei, dass auch beschrieben wird, wie man Pesto haltbar macht. Nämlich mit der Kopfraum-Pasteurisierung: Man legt den Deckel mit der lackierten Seite nach unten für etwa 2 bis 5 Sekunden auf eine warme, nicht zu heiße Herdplatte. Vorsicht, der Deckel wird dann schon sehr warm, nehmt ihn dann mit einem Kochhandschuh und verschließt das Glas bis zum ersten Druckpunkt, maximal ein Drittel des Gewindeganges. Der Deckel zieht dann nach kurzer Zeit ein Vakuum und das Glas ist fest verschlossen. Toll oder?


Buchcover Selbstgemacht im Glas

Der Aufbau des Buches

Nachdem man einen Überblick über die verschiedenen Arten des Haltbar-Machens bekommen hat, folgen leckere Rezepte. Zunächst werden Rezepte gezeigt. die man im Glas zubereitet, wie zum Beispiel Overnight Oats, oder im Glas transportiert, zum Beispiel Salate. Dann folgt ein großes Kapitel zum Thema Haltbar-Machen. Dieses ist unterteilt in die Abschnitte Würzsoßen, Eingelegt&Fermentiert, Wurst&Fleisch, Obst im Glas, Brot&Kuchen aus dem Backofen, Sirupe&Liköre und Salze&Zucker.
Nach jedem Rezept gibt's eine Empfehlung fürs Pasteurisieren. 
Das Buch schließt im Kapitel "Zu guter Letzt" mit einem Überblick über das Einkochen von Gemüse und einem zu Flaschen und Verschlüssen.

Meine Testrezepte

Wie immer musste ich natürlich gleich ein paar Rezepte ausprobieren.
Angefangen habe ich mit einem Basilikum-Pesto. Hier habe ich jedoch auf mein eigenes Rezept zurückgegriffen, aber die Kopfraum-Pasteurisierung habe ich ausprobiert und das hat gut geklappt!

Basilikum-Pesto


Also komme ich mal zu den beiden neuen Rezepten:

Rezept 1 - Wiener Saftgulasch

Die Zutaten für 4 Gläser à 500ml

  • 600 g Rindfleisch aus der Schulter, in kleine Stücke geschnitten
  • 3 EL Öl
  • 600 g Zwiebeln, fein gehackt
  • 15 g edelsüßes Paprikapulver
  • 1/2 TL scharfes Paprikapulver
  • 1 TL Essig
  • 70 ml Wasser
  • Salz
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 TL zerstoßenen Kümmel
  • 1/2 TL zerstoßene Fenchelsamen
  • 1/2 TL getrockneter Thymian
  • 500 ml Gemüsebrühe

Wiener Saftgulasch

Die Zubereitung:
Erhitzt das Öl in einem tiefen Topf und dünstet die Zwiebeln darin bei milder Hitze sehr weich und glasig an. Gebt das edelsüße und das scharfe Paprikapulver hinzu und erhitzt diese nur einen Moment, sonst wird es bitter. Verrührt den Essig mit dem Wasser und gebt die Mischung zu den Zwiebeln. Nun kommt auch das Fleisch hinzu, das ihr mit Salz würzt.
Mischt Knoblauch, Kümmel, Fenchel und Thymian unter und lasst dann das Fleisch bei milder Hitze etwa 40 Minuten im eigenen Saft dünsten. Rührt dabei ab und an um. Beim Dünsten entsteht reichlich Fleischsaft. Aber lasst das Gulasch nicht zu stark kochen.
Gießt dann die Gemüsebrühe annum lasst alles nochmals 5 Minuten köcheln. Füllt das Gulasch dann in sterilisierte Gläser ab, wobei ihr die Gläser nur zu zwei Dritteln füllt und dann verschließt. Dann wird das Gulasch bei 100°C in 120 Minuten sterilisiert. Ich habe das im Backofen gemacht. Dazu habe ich ein Backblech mit hohem Rand mit Wasser gefüllt und auf der untersten Schiene in den Backofen geschoben. Die geschlossenen Gläser habe ich ins Wasserbad gestellt, wobei ich darauf geachtet habe, dass die Gläser die Wände des Backofens nicht berühren. Die Einkochzeit beginnt, wenn die Einhochtemperatur, in diesem Fall 100°C, erreicht ist.
Lasst die Gläser dann abkühlen und lagert sie bei 2 bis 6 °C im Dunkeln.


Rezept 2 - Brot mit Oliven, Tomaten und Rosmarin

Die Zutaten für 5 Gläser à 500 ml

  • 250 g Weizenmehl
  • 250g feines Weizenvollkornmehl
  • 1 gestrichener TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 2 EL Olivenöl
  • 250 - 300 ml lauwarmes Wasser
  • 50 g getrocknete Tomaten, in kleine Stücke geschnitten
  • 20 g grüne Oliven in kleine Stücke geschnitten
  • 20 g schwarze Oliven, in kleine Stücke geschnitten
  • 1 TL getrockneter Rosmarin, gehackt
  • Etwas Olivenöl für die Gläser

Brot im Glas

Die Zubereitung
Vermischt Mehl, Vollkornmehl, Salz, Zucker, Trockehefe, Olivenöl und Wasser. Gebt die Tomaten, die Ölvene und den Rosmarin hinzu und verknetet alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig. Lasst diesen nun zugedeckt 90 Minuten gehen. Knetet ihn dann nochmal durch und lasst ihn weitere 30 Minuten gehen.
Heizt den Backofen auf 200°C vor. Streicht die Gläser mit Olivenöl ein und füllt sie bis zur Hälfte mit Teig. Backt diesen nun etwa 50 Minuten offen.
Nehmt die Gläser dann aus dem Ofen und verschließt sie sofort mit den Deckeln.
Wenn ihr das Brot servieren möchtet, nehmt es kurz vorher aus dem Glas, schneidet es in Scheiben und toastet es. Lecker!

Brot im Glas

Mein Fazit

Das Buch gibt einen tollen Überblick über die verschiedenen Formen des Haltbar-Machens, ich konnte noch einiges dazulernen. Die Rezepte sind toll, und es gibt auch Ideen für Leckereien, die im Glas transportiert, aber eben nicht eingemacht werden. Die Fotos sind sehr schön und machen Lust darauf, die Rezepte auszuprobieren. Der Einband ist sehr hübsch und auch unter dem Umschlagspapier sehr wertig gestaltet.
Man hält hier einfach ein schönes Info- und Kochbuch in den Händen.

Ein Blick ins Buch

Bei den Einmachrezepten gibt es jedoch eine Sache, die mir fehlt: Ein Hinweis darauf, wie lange die Speisen haltbar sind.


Wie ist das bei euch? Kocht ihr gerne ein? Habt ihr schon mal fermentiert?
Liebste Grüße von Martina

Das Buch wurde mir auf Anfrage zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dennoch beschreibe ich hier meine eigene, unbeeinflusste Meinung. Am Verkauf des Buches bin ich nicht beteiligt.

verlinkt mit Freutag und Samstagsplausch
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Samstag, 14. Oktober 2017

La dolce vita in Malcesine - Tipps für den Gardasee

Ihr Lieben,

als ich noch jünger war, fand ich es immer furchtbar langweilig, wenn Leute immer wieder am gleichen Ort Urlaub machten. Ich dachte mir immer: Mensch, es gibt doch so viele schöne Städte/Länder/Gegenden, die man sich ansehen muss. Da muss doch mal Abwechslung rein!
Und auch, wenn ich das Glück habe, schon wirklich nicht so wenig von der Welt gesehen haben zu dürfen, gibt es immer noch einige Wunsch-Reisziele auf meiner Liste.
Dennoch habe ich es inzwischen auch zu schätzen gelernt, wie schön es ist, an einem Ort Urlaub zu machen, wo man sich auskennt, wo man weiß, wo es schön ist, wo man nicht mehr auf Biegen und Brechen das Touri-Programm herunterreißen muss.
Und so habe ich mit der Zeit ein paar solcher Lieblingsorte für mich entdeckt. Einer davon, ein wirklicher Herzensort, zu dem ich wirklich immer wieder gerne reise, ist Malcesine am Gardasee.
Wenn man die Ausfahrt Rovereto Süd nimmt und dann über die Berge langsam zum See hinunter fährt, wird es mir warm ums Herz. Es fühlt sich wirklich an, wie Heimkommen.
Ich liebe den Gardasee einfach, es ist so ein wunderbares Fleckchen Erde. Und Malcesine ist für mich der schönste Ort am Lago. Man hat da einfach alles: Schöne Strände, die Berge, tolle Restaurants, eine schöne Weinbar, kleine, romantische Gässchen, ein schönes Castello, das schöne Goethe geliebt hat, kleine Lädchen mit schicker Mode - keine Ketten, die man überall sieht, und und und.
Und obwohl ich nun schon ein paar Mal in Malcesine war, entdecke ich doch immer wieder etwas Neues.

Castello Scaligero Malcesine
Castello Scaligero Malcesine

Am allerliebsten fahre ich mit einer lieben Freundin zum Gardasee. Wir kennen uns schon lange über gemeinsam Freunde. Aber wir hatten es nie geschafft, mal einen Kaffee zusammen trinken zu gehen, obwohl wir uns das bei jedem Aufeinandertreffen vorgenommen haben. Auf der Hochzeit einer Freundin haben wir wieder darüber geredet - und uns letztlich gesagt: Ach, Kaffee trinken kann doch jeder! Wir fahren einfach gleich zusammen weg! Und so kam es tatsächlich: Unser erstes "Date" war ein Urlaub in Malcesine! Und es war fantastisch! Wir sind die perfekten Urlaubspartner, mögen beide ein ausgewogenes Verhältnis aus Aktivität und Entspannung, lieben die Sonne und gutes Essen, gehen gerne mal shoppen, aber nicht zu viel und trinken gerne Wein und Prosecco. Wir beide zusammen erleben einfach den perfekten Mädelsurlaub!
Und so war es auch dieses Jahr wieder ein Traumurlaub! Alles hat gepasst: Das Wetter, das Hotel, die Herzlichkeit der Leute, denen wir begegnet sind.
Ach, ich komme schon wieder ins Schwärmen...
Aber nun kommen endlich mal ein paar Tipps für euch, wenn ihr auch einen Urlaub am Gardasee plant.

Tipps für die Übernachtung

In Malcesine finden sich verschiedenste Unterkünfte für verschiedenste Wünsche und Geldbeutel, von Ferienwohnung, B&Bs und einfachen Hotels bis hin zu schicken und teuren Hotels.
Wenn ihr Lust habt, euch komplett selbst zu versorgen und dafür mitten in der Stadt zu wohnen, kann ich euch die Casa Cressotti empfehlen - bucht aber unbedingt eine Wohnung mit Seeblick! Die Familie betreibt noch weitere Unterkünfte, die auch zentral gelegen sind.
Wir haben uns diesmal ein schönes Hotel gegönnt - und haben uns total verliebt! Das Ambienthotel Prima Luna ist perfekt gelegen, man läuft in nicht mal 10 Minuten an der Uferpromenade durch die Stadt, hat von den Balkonen mit Seeblick einen herrlichen Ausblick, es gibt ein leckeres und reichhaltiges Frühstück und der Betreiber und das ganze Team sind super herzlich!

Hotel Prima Luna Malcesine
Blick vom Balkon des Ambienthotel Prima Luna
Lasst euch auch Wein vom Chef empfehlen - vielleicht entdeckt ihr die eine oder andere Leckerei!
Vom Pool aus sieht man den Gardasee, zu dem man über Treppen auch ganz leicht gelangt - dabei geht es vorbei an der Poolbar, die zu einem leckeren Prosecco im Sonnenschein einlädt - herrlich! Uns hat es da super gut gefallen, nächstes Jahr werden wir sicher wiederkommen!

Prosecco mit Blick auf den Gardasee
Prosecco mit Blick auf den Gardasee

Tipps für Gaumenfreuden

Wir haben in Malcesine zwei Lieblingsplätze: Ein Restaurant und eine Weinbar.
Im Restaurant Al Marinaio wird man herzlich empfangen, bekommt super leckere Pastagerichte und sitzt ganz wunderbar am Porto Vecchio.
Besonders zu empfehlen: Der Meeresfrüchtesalat und die Spaghetti mit Meeresfrüchten.

Meeresfrüchtesalat im Restaurant Al Marinaio
Meeresfrüchtesalat im Restaurant Al Marinaio

Wenn man Glück hat, ergattert man einen der kleinen Tische direkt vor der Weinbar Bottega del Vino  und bekommt von Nicola leckeren Wein empfohlen. Auch eine Pizza kann man sich durchaus schmecken lassen.
Auch sehr nett mitten in der Stadt gelegen ist das Ristorante Aristotele. Die Pizza schmeckt lecker, der Wein auch, der Grappa ist super - und die Bedienung...hat einen bizarren Charme (also, der Herr des Hauses). Egal, was wir uns ausgesucht haben, er sagte nein und hat uns etwas anderes empfohlen. Dabei hat er keine Miene verzogen. Es war zu lustig! Am Ende war er aber doch total herzlich, hat uns zum Abschied gedrückt - und wir werden gerne wieder hingehen!

Ausflugstipps

Monte Baldo - oder: Muss man sich das antun?

Wir hatten uns jedes Jahr vorgenommen, auf dem Monte Baldo zu wandern. Bislang hat uns die lange Schlange an der Seilbahn davon abgehalten. Doch diesmal sind wir das Projekt angegangen und dachten sogar, wir hätten Glück, weil nicht so viel los war Weit gefehlt! Die Warteschlange wird nur durch diverse Schikanen clever versteckt - wir haben doch über eine Stunde angestanden, bis es endlich bergauf ging. Zu diesem Zeitpunkt haben wir es sehr bereut, nicht den Wanderweg nach oben genommen zu haben (dass das keine gute Alternative gewesen wäre, sollten wir noch erfahren). Oben angekommen, zog es sich zu - also leider kein ganz fantastischer Ausblick auf den See. Wir sind dann losgewandert, haben uns einen der ausgeschriebenen Wanderwege ausgesucht, um schnell zwei Dinge festzustellen: 1. Die Wege auf dem Monte Baldo sind nicht wirklich gut ausgeschildert. 2 Wir haben uns einen unschönen Weg ausgesucht, der durch den Wald sehr steinig und kraxelig steil nach unten ging. Wir haben dann zwar noch eine Abzweigung genommen, die dann wieder steil nach oben ging und so doch noch einen schönen Blick erhascht.

Blick vom Monte Baldo
Blick vom Monte Baldo

Aber danach ging es, bis auf ein kleines, wirklich schönes Stück über eine Bauernwiese, die ganze Zeit sehr steil bergab, zum großen Teil auch noch auf Asphalt. Wir haben uns so bis zu Mittelstation gequält und sind dann mit der Gondel nach unten gefahren. Die Knie und die Beine haben gewimmert - wir hatten zwei Tage lang schlimmen Muskelkater. Ein Pärchen, das wir unterwegs getroffen hatten, hat sich den ganzen Weg nach unten gewagt und meinte, das Stück von der Mittelstation bis zum Tal sei noch schlimmer gewesen. Also: spart euch das! es lohnt sich nicht! Es gibt genug schöne Wanderregionen rund um den Gardasee. Der Monte Baldo muss es nicht unbedingt sein.

Fahrradtour am Gardasee

Man kann sich am Gardasee in fast jedem Ort Fahrräder ausleihen. Die Auswahl reicht von Citybikes über Tourenräder, Mountainbikes, bis hin zu E-Bikes. Zum Teil kann man schön entspannt am See entlang fahren, zum Teil muss man aber auch auf die Straße ausweichen, was dann nicht immer ganz so schön ist, wenn viel Verkehr ist. Wir sind dieses Jahr von Malcesine nach Garda geradelt. Das sind hin und zurück 55km und man sollte sich Zeit nehmen und nicht umfit sein. Alternativ kann man von Garda auch mit dem Schiff zurück fahren. Erkundigt euch aber unbedingt vorher, denn nicht auf alle Schiffe darf man Fahrräder mitnehmen.

Garda am Gardasee
Garda am Gardasee

Spaß macht eine Fahrradtour aber auf jeden Fall. Mit dem Auto ziehen sich die Wege oft, wenn viel Verkehr ist, und mit dem Fahrrad radelt man dann so entspannt dahin. Garda ist auch auf jeden Fall einen Besucht wert - es gibt viele Restaurants direkt an der Strandpromenade und in den verwinkelten Gässchen. Allerdings ist in Garda auch immer gut was los.

Uferpromenade Gardasee
Uferpromenade Gardasee

Märkte

Am Gardasee findet jeden Tag mindestens in einem Städtchen ein Markt statt. Auf den Märkten finden sich allerlei Taschen, Klamotten und Schnickschnack. Am schönsten finde ich die Märkte in Bardolino und Limone. Aber letztlich finden sich auf allen Märkten so ziemlich dieselben Sachen. Wenn ihr also ein Schnäppchen machen wollt, Mitbringsel braucht oder Taschen liebt, dann lohnen sich die Märkte auf jeden Fall! So ein bisschen bummeln macht doch immer Spaß.

Natürlich gibt es noch vieles mehr, was man am Gardasee unternehmen kann. Besucht doch mal ein Weingut im Lugano-Gebiet. Wenn das Wetter schlecht ist, geht in Sirmione in die Therme. Oder fahrt nach Verona, gönnt euch eine Stadtführung und verbringt einen Abend in der Arena di Verona. Es wird euch sicherlich nicht langweilig.

Sonnenuntergang am Gardasee
Abendstimmung am Gardasee

Ich hoffe, ich konnte euch etwas inspirieren. Oder geht es euch vielleicht sowieso schon so wie mir und ihr seid verliebt in den Gardasee?

Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit Samstagsplausch und #sonntagsglück

Dienstag, 10. Oktober 2017

Die Herbstküche startet mit einer Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Ihr Lieben

jede Jahreszeit hat leckere Sachen im Repertoire. Im Frühjahr freue ich mich auf Spargel und Bärlauch, im Sommer auf Tomaten und Beeren. Und im Herbst? Ach da kann ich mich dann immer gar nicht entscheiden! Kürbis, rote Beete, und und und.
Das ist das Schöne daran, wenn man vorwiegend saisonal und regional kocht, dann freut man sich so viel mehr, wenn Gemüse Saison hat. Und ganz ehrlich: Dann schmecken die Sachen auch besser!
Momentan findet man wieder überall verschiedenste Kohlsorten - und ich fange heute mal an mit dem Blumenkohl.

Blumenkohl ist im Vergleich zu anderen Kohlsorten etwas leichter verdaulich, ist reich an Vitamin C und hat jede Menge Mineralstoffe.
Es gibt viele tolle Rezepte rund um Blumenkohl - ich mag ihn total gerne als Salat oder auch überbacken aus dem Ofen. Aber am liebsten mag ich ihn eigentlich als Suppe.
Und heute habe ich eine Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe für euch dabei.

Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Für einen großen Topf voll leckerer Suppe braucht ihr:


  • 1 großen Blumenkohl
  • 1 große Stange Lauch (bekommt ihr keine große, nehmt ihr eben zwei kleine
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Muskat
  • 1cm Ingwer - in kleine Würfel geschnitten
  • 2 bis 3 TL Gemüsebrühepulver (am besten ist natürlich selbst gemachtes)
  • 1 EL Salz
  • Pfeffer
  • 100 ml Sahne
  • 1 L Wasser


Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Und so geht's:

Schneidet die starren Blätter vom Lauch ab und schneidet die Stange dann in der Mitte auf. Fächert die Schichten dann etwas auf und wascht den Lauch unter fließendem Wasser, dann schneidet ihr ihn in Ringe.
Schneidet vom Blumenkohl den Strunk und die Blätter ab und wascht in. Die Kartoffeln schält ihr und schneidet sie ihn kleine Würfel.
Gebt Öl in einen hohen Topf und bratet zunächst den Lauch, dann die Kartoffeln darin an. Dann schneidet ihr die Blumenkohlröschen dazu und gebt Ingwer, Kurkuma und Muskat mit in den Topf. In der Zwischenzeit bringt ihr das Wasser im Wasserkocher zum Kochen und löscht das Gemüse damit ab. Dann kommen noch Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe hinzu. Nun lasst ihr das Gemüse etwa 15 bis 20 Minuten köcheln, bis die Kartoffel und der Blumenkohl gar sind. Dann püriert ihr alles zu einer Suppe, schmeckt mit der Sahne ab, nehmt euch einen großen Suppenteller, gebt die Suppe hinein und packt euch damit aufs Sofa, unter eine weiche Decke.
Naja, ok... vielleicht deckt ihr doch den Tisch... aber manchmal - muss ich zugeben - mache ich genau das, wenn es draußen ungemütlich ist.

Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Wie esst ihr Blumenkohl am liebsten? Und esst ihr manchmal auch einfach auf dem Sofa?
Liebste Grüße von Martina

Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

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Freitag, 6. Oktober 2017

Hefeteig, Honig und Apfel - oder einfach leckeres Apfel-Honig-Brot

Ihr Lieben,

ich liebe Apfelkuchen. Ich hab das sicherlich schon das eine oder andere Mal gesagt. Aber das macht nichts, denn diese Apfelkuchenliebe ist wirklich groß. Für mich ist Apfelkuchen ein Seelentröster. Der Duft von Äpfeln, die im Ofen brutzeln, erinnern mich an meine Kindheit. Es fühlt sich heimelig an, und einfach gut. Wenn nichts mehr geht - Apfelkuchen geht immer.
Und dabei gibt es für mich nicht das eine Rezept und ich mag nur das. Nein, ich bin da schon flexibel. Wobei ich schon sagen muss, dass es den leckeren Apfelkuchen meiner Mama durchaus etwas öfter geben könnte (mal sehen, ob sie mitliest - vielleicht kappt's ja mit der Bestellung...).
Heute habe ich ein neues Rezept für euch dabei - ein Zufallsrezept. Denn eigentlich war das Rezept als Honigbrot gedacht. Aber Hefeteig und Honig? Also, wenn da Apfel nicht hervorragend dazu passt, oder?

Apfel-Honig-Brot

Inspiriert hat mich mal wieder die Zeitschrift "Lust auf Genuss", die ich wirklich so gerne mag, schon alleine wegen der tollen Fotos.
Aber wie so oft habe ich aus diesem Rezept ein abgewandeltes Ninamanie-Rezept gemacht.

Die Zutaten für 4 kleine Apfel-Honig-Brote


  • 1 Würfel frische Hefe
  • 100 ml lauwarme Milch
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 70 ml flüssiger Honig
  • Das Mark zweier Vanilleschoten
  • 80 g Butter
  • 500 g Weizenmehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb zum Bestreichen
  • Etwas Hagelzucker
  • 2 bis 3 Äpfel, geschält und in Würfel geschnitten

Apfel-Honig-Brot

Die Zubereitung

Heizt den Backofen auf 200°C vor.
Lasst die Butter in einem Topf langsam bei kleiner Hitze schmelzen und anschließend abkühlen. Vermischt 150 ml lauwarmes Wasser mit der lauwarmen Milch, dem Mark der Vanilleschoten und 50 ml Honig und bröckelt dann die Hefe hinein. Vermengt alles gut miteinander. Gebt das Mehl in eine hohe Schüssel, gebt eine Prise Salz, die Butter und Hefemischung hinzu und verknetet alles zu einem glatten Teig. Lasst den Teig dann etwa 1 Stunde an einem warmen Ort gehen. Bei mir hat es sich wirklich bewährt, den Teig im Ofen bei maximal 30°C gehen zu lassen. Da geht der Teig auf wie eine 1. Gebt dann die Apfelstücke hinzu und verknetet alles noch mal kurz. Formt dann 4 kleine Brote aus dem Teig und legt diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech - lasst zwischen den Broten Abstand, denn sie gehen noch schön auf.
Verquirlt den restlichen Honig mit dem Eigelb und pinselt die Brote damit ein. Streut dann noch etwas Hagelzucker darüber und gebt die Brote dann für etwa 30 Minuten in den Ofen.
Ihr habt dann ein leckeres "Kaffeebrot", wie meine Großeltern dazu sagen würden, ein leckeres, nicht zu süßes Frühstück oder einfach was Feines für Zwischendurch.

Apfel-Honig-Brot

Anscheinend bin ich mit meiner Apfelkuchenleidenschaft nicht alleine - denn aktuell gibt es das Blogevent "Apfelbäckchen - die große Apfelkuchen-Liebe" von NOM NOMs food und feiertäglich. Schon klar, dass ich da mitmachen, oder?



Wie sieht es bei euch denn mit Apfelkuchen-Liebe aus?
Was zaubert ihr gerne aus Äpfeln?
Liebste Grüße von Martina


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