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Sonntag, 22. April 2018

Pasta al Ragù - oder Glück auf dem Teller

Ihr Lieben,

also, für mich ist es einfach Fakt: Essen macht glücklich. Und zwar stufenweise. Es gibt Essen, das macht glücklich, weil es einfach satt macht. Und dann gibt es Essen, das macht noch mehr. Das macht einen selig und so grundzufrieden. Es fällt mir schwer, Menschen zu verstehen, die nicht mit Genuss essen können, für die eine Malzeit nur Mittel zum Zweck ist. Klar, jeder von uns stopft auch mal schnell was in sich hinein, vor allem aus Zeitmangel. Aber es gibt für mich kaum etwas Schöneres, als mit Zeit und Genuss ein köstliches Mahl zu mir zu nehmen.
Das ist auch einer der Gründe, warum ich diesen Blog schreibe: Weil ich die Freude am Essen so gerne teile. Und heute teile ich wieder ein super leckeres, selig-machendes Rezept mit euch:

Pasta al Ragù


Pasta al Ragù


Das ist eines dieser Gerichte, die mit Geduld zubereitet und mit Freude gegessen werden wollen. Und es lohnt sich durchaus, etwas mehr zuzubereiten, denn erstens schmeckt es nach dem ersten Aufwärmen noch ein bisschen besser und zweitens lässt es sich auch super einfrieren.

Zutaten für einen großen Topf voll leckerem Ragu:

  • 1 kg Rinderschmorbraten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kg stückige Tomaten aus der Dose/dem Tetrapack
  • ein Stamperl Portwein
  • 500 ml trockener Rotwein
  • 1 Aubergine
  • eine gute Handvoll schwarze, entsteinte Oliven
  • 1/2 Päckchen Champignons
  • Salz, Pfeffer, 4 Zweige Thymian, 1 Zweig Rosmarin und 4 Lorbeerblätter

Pasta al Ragù


So geht's:

Schneidet das Fleisch in Würfel (wie für Gulasch). Gebt Olivenöl in einen Schmortopf oder Bräter und bratet darin zunächst den Knoblauch an. Dann kommt das Fleisch hinzu - bratet es rundherum bei großer Hitze gut an. Löscht es dann zunächst mit dem Portwein ab, dann gebt ihr den Wein und die Tomaten hinzu. Salzt und pfeffert alles und gebt Thymian, Rosmarin und die Lorbeerblätter hinzu. Lasst das Fleisch nun mindestens eine Stunde bei geringer Hitze schmoren. In der Zwischenzeit könnt ihr die Champignons putzen und viertelt und die Aubergine in Würfel schneiden. Die Oliven schneidet ihr in Ringe. Gebt alles frühestens nach einer Stunde zum Fleisch und lasst alles eine weitere Stunde köcheln. Nehmt die Fleischstücke dann heraus und zerrupft sie mit einer Gabel. Dann kommt das Fleisch zurück in den Topf. Lasst es noch mal mindestens 15 Minuten köcheln, entnehmt die Kräuterzweige und -blätter und schmeckt das Ragu mit Salz und Pfeffer ab. In der Zwischenzeit könnt ihr die Pasta al dente kochen. Dann ab auf den Teller, eine große Portion Ragù oben drauf, etwas Parmesan drüber - und selig sein!

Pasta al Ragù


Wie ist das bei euch? Seid ihr auch solche Genussmenschen? Bestimmt, sonst wärt ihr sicher nicht bei mir zu Besuch, oder?
Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit #sonntagsglück, Creadienstag, Dienstagsdinge

Dienstag, 20. März 2018

Genießen wie in Italien - mit Puten-Involtini

Ihr Lieben,

ja, ich bin gerade sehr gesundheitsbewusst unterwegs. Ich versuche, Zucker zu reduzieren, auch Weizenmehl kommt gerade nicht so oft auf den Tisch, ich esse vorwiegend Gemüse und halte mich ans Intervallfasten Das ist ja alles gut und schön und klappt auch wunderbar. Aber manchmal muss man einfach schlemmen. Ich esse viel zu gerne, als dass ich mich dauerhaft total kasteien möchte. Und Schlemmen heißt ja auch nicht gleich, dass es ungesund sein muss. Im Gegenteil! Gerade die mediterrane Küche zeigt ja, dass man Gesundes ganz wunderbar lecker zubereiten kann.
Deswegen habe ich heute auch etwas Leckeres aus der italienischen Küche für euch - und das ist wirklich soooo lecker! Um mein Gewissen dann doch etwas zu besänftigen, habe ich statt Weizennudeln einfach Dinkel-Pasta gekocht. Aber das könnt ihr natürlich so handhaben, wie es euch am besten schmeckt.

Rezept für Puten-Involtini


Puten-Involtini

Zutaten für 4 Portionen:


  • 4 dünne Putenschnitzel
  • 1 Glas getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
  • 4 Scheiben Parmaschinken
  • 1 Becher Frischkäse 
  • 150 ml Weißwein
  • 150 ml Geflügelfond
  • 200 g Champignons (frisch oder auch aus dem Glas)
  • ein paar Kirschtomaten
  • frischen Oregano
  • Salz und Pfeffer
  • 400 g Pasta nach Geschmack


Puten-Involtini

Und so geht's:

Lasst die Tomaten abtropfen und fangt dabei etwas von dem Öl auf. Wascht die Putenschnitzel, tupft sie trocken, halbiert sie und klopft sie flach. Ich mache das immer mit einem schweren Topf, da ich keinen Fleischklopfer besitze.
Salzt und Pfeffert die Schnitzel, belegt sie jeweils mit einer halben Scheibe Parmaschinken und einer getrockneten Tomate, rollt sie auf und steckt die Röllchen mit Zahnstochern fest. Je dünner die Schnitzel sind, desto besser geht das natürlich. Aber es macht auch nichts, wenn ihr die Schnitzel nur zusammenklappt, das schmeckt ja genauso lecker.
Die übrigen Tomaten schneidet ihr in Würfel, die Champignons (sofern ihr frische verwendet) putzt ihr und schneidet sie in Scheiben. Die Kirschtomaten viertelt ihr.

Erhitzt nun etwas Öl von den getrockneten Tomaten in einer tiefen Pfanne und bratet die Puten-Involtini von allen Seiten gut an. Nehmt sie dann aus der Pfanne, gebt dann den Frischkäse mit dem Wein und dem Fond in die Pfanne und verrührt alles am besten mit einem Schneebesen. Dann kommen die getrockneten Tomaten, die Champignons, die Kirschtomaten und der frische Oregano hinzu. Hebt euch vom Oregano ein paar Blättchen zur Deko auf. Lasst alles aufkochen und gebt dann die Puten-Röllchen auf die Soße. Deckt die Pfanne dann mit einem Deckel ab und lasst die Puten-Röllchen etwa 15 Minuten schmoren.
In der Zwischenzeit könnt ihr die Pasta al dente kochen.

Puten-Involtini


Verteilt die Pasta dann auf die Teller und richtet die Puten-Involtini darauf an (am besten ohne Zahnstocher, aber mit hält es besser zusammen) - schön viel Soße dazu und etwas Oregano drüber - sieht das nicht fantastisch aus? Und es schmeckt auch so!
Die Italiener wissen einfach, was lecker ist!

Puten-Involtini


Viel Freude beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!
Liebste Grüße von Martina

Verlinkt mit decorize, FreutagCreadienstagDienstagsdinge und #sonntagsglück
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Freitag, 23. Februar 2018

Tajine mit Huhn, Salzzitronen, Kürbis und Aubergine - aus der Cocotte

Ihr Lieben,

so ziemlich vor einem Jahr war ich ein paar Tage in Marrakesch. Das war zwar beruflich, dennoch erinnere ich mich so gerne daran. Die Farben, die Gerüche, die Ruhe in unserem bezaubernden Riad... Ach, ich habe Fernweh... Den Blogbeitrag zu meiner Marrakesch-Reise findet ihr übrigens hier.
Eine Marrakesch-Reise steht dieses Jahr leider nicht auf dem Programm. Aber vielleicht sollte ich doch ein spontanes, verlängertes Wochenende planen.
Was hilft bei euch am besten gegen Fernweh? Mir hilft es, in Reisführern zu schmökern und zu träumen - und natürlich Kochen!
Und was ist wohl typischer für Marrakesch, als eine leckere Tajine? So nennt man in Marokko bzw. der nordafrikanischen Küche nicht nur ein rundes, aus Lehm gebranntes Tongefäß mit einem spitzen Deckel, sondern auch die darin zubereiteten Speisen. Eigentlich wollte ich mir letztes Jahr eine hübsche Tajine im Souk kaufen, jedoch hat mir die Eigentümerin unseres Riads davon abgeraten, eine von diesen wunderschön farbig-gemusterten Tongefäßen zu kaufen, da man oft nicht weiß, welche Farbe verwendet wird und ob diese beim Erhitzen nicht u.U. sogar ungesunde Dämpfe aussondern würde. Und ein ungemustertes Tontöpchen wollte ich mir dann auch nicht kaufen. Also besitze ich leider keine Tajine, aber ich besitze einen Schmortopf - eine Cocotte. Und ich finde, wenn man in Marrakesch schon französisch spricht, dann darf man die Tajine auch in der Cocotte zubereiten. Was meint ihr?
Also, ich hab's versucht und das Ergebnis ist: lecker!
Aber auch wenn ihr weder eine Tajjine, noch eine Cocotte besitzt, so könnt ihr eine feine Tajine auch in einem Bräter oder einem hohen Topf zubereiten. Letztlich geht es vor allem ums Schmoren.

Rezept für Tajine mit Huhn, Salzzitronen, Kürbis und Auberginen


Tajine mit Huhn, Salzzitronen, Kürbis und Aubergine


Für 4 Portionen braucht ihr:


  • 2 Hühnchenbrustfilets
  • 1/2 Hokkaido-Kürbis
  • 1 Aubergine
  • 1 Salzzitrone
  • 1 Hand voll Rosinen
  • 1 Hand voll Mandelspalten
  • 300 ml Flüssigkeit - ich habe 200 ml Hühnerfond und 100 ml Wasser verwendet
  • 2 TL Ras-el-Hanout-Gewürzmischung
  • 1 TL Harrissa (oder auch mehr, wenn ihr gerne scharf esst)
  • Salz, Pfeffer
  • 200 g Couscous
  • Olivenöl


Tajine aus der Cocotte

So geht's:

Wascht die Hähnchenbrustfilets, tupft sie gut trocken und schneidet sie dann in Würfel.
Auch den Hokkaido-Kürbis und die Aubergine schneidet ihr in Würfel (etwa 2x2cm).
Erhitzt etwas Olivenöl in der Cocotte. Bratet darin die Hühnchenstücke von allen Seiten an, gebt dann das Gemüse hinzu und bratet es ebenso etwas an. Würzt alles mit Salz und Pfeffer und löscht dann mit Fond/Wasser ab. Deckt die Cocotte dann zu uns lasst Huhn und Gemüse bei geringer Hitze etwa 30 Minuten schmoren.
Schneidet in der Zwischenzeit die Salzzitrone in kleine Würfel. Nach 30 Minuten gebt ihr die Salzzitronen-Stückchen, die Mandeln, die Rosinen und die Gewürze hinzu und lasst alles weitere 10 Minuten schmoren. Dann kommt der Couscous dazu - ihr könnt auch Bulgur verwenden. Der Couscous saugt nun die Flüssigkeit auf und wird dabei weich. Das dauert etwa 10 Minuten. Bei Bedarf könnt ihr noch etwas Flüssigkeit hinzugeben. Schmeckt die Tajine dann ab - dann ist sie bereit, serviert zu werden.
Natürlich könnt ihr den Couscous auch separat zubereiten und zur Tajine reichen. Aber ich mag es, wenn das Getreide den Geschmack der Soße direkt mit annimmt und man alles aus einem Topf hat - ein One-Pot-Gericht also.

Tajine mit Huhn, Salzzitronen, Kürbis und Aubergine


Dieses Gericht riecht fantastisch und schmeckt auch so.
Die einzige Herausforderung dabei: Salzzitronen sind nicht so leicht zu bekommen oder kosten ein kleines Vermögen. Ich stelle sie daher einfach selbst her.

Rezept für Salzzitronen

Ihr braucht dazu:


  • unbehandelte Bio-Zitronen
  • den Saft von 2 Zitronen
  • grobes Meersalz
  • 4 EL Olivenöl
  • heißes Wasser
  • ein steriles Einmachglas (ich koche die Gläser zum Sterilisieren aus)


Salzzitronen

So geht's

Presst aus zwei Zitronen den Saft aus.
Wascht die übrigen Zitronen gründlich unter heißem Wasser. Dann schneidet ihr sie über einer Schale  längs von der Spitze in Viertel - schneidet sie aber nicht ganz durch, so dass sie am Boden zusammenhalten. Gebt nun auf die Schnittflächen reichlich Meersalz, dann drückt ihr die Zitronen fest zusammen und gebt sie ins Einmachglas. Die Zitronen dürfen ganz fest aneinander liegen.
Gießt den aufgefangen Saft aus der Schale und den ausgepressten Saft darüber, gebt noch 2 TL Meersalz und 4 EL Olivenöl ins Glas und es dann mit heißem Wasser auf. Macht das Glas sofort zu und bewahrt es an einem dunklen, kühlen Ort mindestens 4 Wochen auf. Gelegentlich könnt ihr das Glas kippen, um alles gut zu vermengen. Nach 4 Wochen sind die Salzzitronen fertig - sie halten sich im geschlossenen Glas aber gut ein Jahr, wenn nicht sogar länger.
Mit den Zitronen könnt ihr nicht nur orientalische Gerichte verfeinern, auch in mediterranen Speisen machen sie sich gut.

Tajine mit Huhn, Salzzitronen, Kürbis und Aubergine


Wie sieht es bei euch aus? Besitzt ihr eine Tajine? Und kocht ihr auch viel damit?
Liebste Grüße von Martina

Verlinkt mit Freutag, Samstagsplausch und #sonntagsglück

Dienstag, 14. November 2017

Cremiges Kürbis-Champignon-Risotto

Ihr Lieben,

viele trauen sich an Risotto ja nicht so heran. Man hört, es ist aufwendig, man muss immerzu rühren, es dauert lange. Ja, das stimmt schon - Risotto muss mit Liebe und Geduld gemacht werden. Aber ganz ehrlich: Es lohnt sich! Ein cremiges, geschmacksintensives Risotto ist einfach so was Feines. Und da es das ja auch nicht bei jedem Italiener gibt, muss man sich einfach mal selbst heran wagen.
Ich war vor Kurzem bei einem Kochkurs, da wurde auch ein Risotto zubereitet - und zwar nicht, wie ich das sonst gemacht habe, in einem Topf, sondern in einer Pfanne. Ich war davon total begeistert, es klappt so nämlich noch viel besser. Die Fläche ist größer, man hat die Flüssigkeit besser unter Kontrolle, die Reiskörner werden besser bedeckt - also wirklich ein top Tipp!

Ich mache Risotto in der Regel gerne als Beilage, zum Beispiel zu Saltimbocca oder auch gebratenem Lachs. Heute habe ich aber ein Rezept für euch dabei, dass sich auch super als Malzeit an sich eignet. Dennoch habe ich noch einen Garnelen-Champignon-Spieß in der Grillpfanne dazu gebraten - weil eben lecker und weil eben auch hübsch.

Rezept für cremiges Kürbis-Champignon-Risotto mit Garnelen-Champignon-Spießchen


Kürbis-Champignon-Risotto mit Garnelen-Champignon-Spießchen

Zutaten für 2 Portionen Risotto

  • 1 kleiner Hokkaido-Kürbis
  • 1 Stange Lauch, geputzt und in dünne Ringe geschnitten
  • 200 g Risotto-Reis
  • 150 ml Weißwein, zum Beispiel Grauburgunder
  • 600 ml Fond nach Wahl, ich habe 300 ml Rinder- und 300 ml Hühnerfond genommen
  • 6 Champignons, geputzt und in Scheiben geschnitten
  • 100 g geriebener Parmesan
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Kürbis-Champignon-Risotto

Zutaten für 6 Garnelen-Champignon-Spieße

  • 12 Garnelen
  • 3 Champignons, geputzt und halbiert
  • Salz und Pfeffer

Garnelen-Champignon-Spießchen

So geht's

Wascht den Kürbis, halbiert ihn, entfernt die Kerne und schneidet ihn in Spalten. Gebt ihn in eine Auflaufform, gebt etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer darüber und gebt die Form bei 200°C etwa 15 bis 20 Minuten in den Ofen. Danach püriert ihr die Spalten.
Gebt etwas Olivenöl in eine Pfanne, dann kommen zunächst der Lauch und dann der Risotto-Reis hinzu. Bratet alles kurz an und löscht dann zunächst mit etwas Wein ab. Und bitte nehmt wirklich guten Wein. Ich kann es nicht oft genug sagen, denn der Geschmack wirkt sich direkt auf euer Essen aus. Reduziert die Hitze, so dass der Reis immer leicht köchelt. Nun heißt es immer wieder Umrühren und immer wieder Flüssigkeit Hinzugeben, so dass der Reis bedeckt ist. Hat der Reis die Flüssigkeit aufgesogen, gießt ihr wieder nach. Und immer wieder Rühren. Am besten macht ihr das mit einem Holzlöffel, sonst zerkratzt ihr die Pfanne. Gebt dann nach etwa 15 Minuten die Champignons und das Kürbispüree hinzu. Und nicht die Flüssigkeit und das Rühren vergessen - solange, bis der Reis gar ist und das Risotto schön cremig. Dann gebt ihr den Parmesan hinzu und schmeckt dann mit Salz ab. 
Während das Risotto dann zu Ende köchelt, könnt ihr die mit Salz und Pfeffer gewürzten Spieße in der Grillpfanne von beiden Seiten braten.

Kürbis-Champignon-Risotto mit Garnelen-Champignon-Spießchen


Fertig ist ein wunderbares Essen, das nicht nur toll aussieht, sondern auch fantastisch schmeckt.

Kocht ihr selbst Risotto und habt ihr ein Lieblingsrezept?
Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit FreutagMmi und decorize

Freitag, 27. Oktober 2017

Ein HochgeNUSS - Maronen-Creme-Suppe

Ihr Lieben,

die liebe Ina von INA IS(S)T hat mal wieder ein tolles Blogevent ins Leben gerufen: Es geht um Nüsse - egal ob Haselnuss, Pistazie oder Mandel. Der treffende Name ist: HochgeNUSS. Es werden leckere Rezepte rund um die knackigen Leckereien gesucht. Da gehe ich doch mit einer meiner liebsten Nüsse ins Rennen - der Esskastanie oder auch Maroni.
Ich liebe es, heiße Maroni auf dem Weihnachtsmarkt zu naschen. Aber sie schmecken mir auch ganz wunderbar als Suppe! Und genau diese Suppe möchte ich euch heute zeigen. Ich gebe zu, das ist keine dieser leichten Suppen, die zum Abnehmen geeignet sind. Nein, diese Suppe eignet sich einfach nur zum Schlemmen und Genießen! An die Kalorien solltet ihr dabei nicht denken. Aber immerhin ist der Fettgehalt von Esskastanien geringer als der anderer Nüsse. Das ist doch schon mal was, oder? Außerdem macht die Suppe satt, also ist man nach einem Teller Suppe einfach glücklich.

Rezept für leckere Maronen-Creme-Suppe 


Maronen-Creme-Suppe

Die Zutaten

Für 2 Teller leckere Maronen-Creme-Suppe braucht ihr:

  • 200 g gegarte Maronen - ihr könnt natürlich auch frische Maronen nehmen und im Ofen rösten, aber so geht es schneller
  • 1 große Kartoffel
  • 1 Stange Lauch
  • 1 EL Olivenöl
  • 150 ml Portwein
  • 200 ml Rinderfond - oder auch Geflügel- oder Gemüsefond
  • ca. 100 ml Wasser
  • 100 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer

Maronen-Creme-Suppe

So geht's

Schält die Kartoffel und schneidet sie in kleine Würfel. Putzt den Lauch und schneidet ihn in Ringe. Die Maronen hackt ihr grob.
Erhitzt das Öl in einem Topf und bratet den Lauch darin leicht an. Dann kommen die Kartoffeln und dann die Maronenstückchen hinzu. Kurz mit anbraten und dann mit dem Portwein ablöschen. Gebt dann den Fond hinzu und noch etwas Wasser und lasst alles für etwa 15 Minuten köcheln, bis die Kartoffelstückchen gar sind. Dann püriert ihr alles mit dem Pürierstab zu einer cremigen Suppe. Gebt dann die Sahne hinzu und, falls euch die Suppe zu dick ist, noch etwas Wasser. Lasst die Suppe noch einmal gut aufkochen und schmeckt dann mit Salz und Pfeffer ab. Fertig!
Ich verfeinere die Suppe gerne noch mit etwas geschlagener Sahne - sieht hübsch aus und macht die Suppe noch mal cremiger.

Maronen-Creme-Suppe


Klingt lecker? Ist auch lecker!
Bis jetzt war zumindest jeder begeistert, der die Suppe probiert hat.
Natürlich kann man auch eine vegetarische oder auch vegane Variante daraus kochen. Aber ich mag sie gerne mit Rinderfond, weil sie dann noch etwas kräftiger schmeckt.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst mich doch gerne wissen, wie euch die Maronen-Creme-Suppe geschmeckt hat!
Liebste Grüße von Martina


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Dienstag, 10. Oktober 2017

Die Herbstküche startet mit einer Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Ihr Lieben

jede Jahreszeit hat leckere Sachen im Repertoire. Im Frühjahr freue ich mich auf Spargel und Bärlauch, im Sommer auf Tomaten und Beeren. Und im Herbst? Ach da kann ich mich dann immer gar nicht entscheiden! Kürbis, rote Beete, und und und.
Das ist das Schöne daran, wenn man vorwiegend saisonal und regional kocht, dann freut man sich so viel mehr, wenn Gemüse Saison hat. Und ganz ehrlich: Dann schmecken die Sachen auch besser!
Momentan findet man wieder überall verschiedenste Kohlsorten - und ich fange heute mal an mit dem Blumenkohl.

Blumenkohl ist im Vergleich zu anderen Kohlsorten etwas leichter verdaulich, ist reich an Vitamin C und hat jede Menge Mineralstoffe.
Es gibt viele tolle Rezepte rund um Blumenkohl - ich mag ihn total gerne als Salat oder auch überbacken aus dem Ofen. Aber am liebsten mag ich ihn eigentlich als Suppe.
Und heute habe ich eine Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe für euch dabei.

Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Für einen großen Topf voll leckerer Suppe braucht ihr:


  • 1 großen Blumenkohl
  • 1 große Stange Lauch (bekommt ihr keine große, nehmt ihr eben zwei kleine
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Muskat
  • 1cm Ingwer - in kleine Würfel geschnitten
  • 2 bis 3 TL Gemüsebrühepulver (am besten ist natürlich selbst gemachtes)
  • 1 EL Salz
  • Pfeffer
  • 100 ml Sahne
  • 1 L Wasser


Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Und so geht's:

Schneidet die starren Blätter vom Lauch ab und schneidet die Stange dann in der Mitte auf. Fächert die Schichten dann etwas auf und wascht den Lauch unter fließendem Wasser, dann schneidet ihr ihn in Ringe.
Schneidet vom Blumenkohl den Strunk und die Blätter ab und wascht in. Die Kartoffeln schält ihr und schneidet sie ihn kleine Würfel.
Gebt Öl in einen hohen Topf und bratet zunächst den Lauch, dann die Kartoffeln darin an. Dann schneidet ihr die Blumenkohlröschen dazu und gebt Ingwer, Kurkuma und Muskat mit in den Topf. In der Zwischenzeit bringt ihr das Wasser im Wasserkocher zum Kochen und löscht das Gemüse damit ab. Dann kommen noch Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe hinzu. Nun lasst ihr das Gemüse etwa 15 bis 20 Minuten köcheln, bis die Kartoffel und der Blumenkohl gar sind. Dann püriert ihr alles zu einer Suppe, schmeckt mit der Sahne ab, nehmt euch einen großen Suppenteller, gebt die Suppe hinein und packt euch damit aufs Sofa, unter eine weiche Decke.
Naja, ok... vielleicht deckt ihr doch den Tisch... aber manchmal - muss ich zugeben - mache ich genau das, wenn es draußen ungemütlich ist.

Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Wie esst ihr Blumenkohl am liebsten? Und esst ihr manchmal auch einfach auf dem Sofa?
Liebste Grüße von Martina

Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

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Freitag, 6. Oktober 2017

Hefeteig, Honig und Apfel - oder einfach leckeres Apfel-Honig-Brot

Ihr Lieben,

ich liebe Apfelkuchen. Ich hab das sicherlich schon das eine oder andere Mal gesagt. Aber das macht nichts, denn diese Apfelkuchenliebe ist wirklich groß. Für mich ist Apfelkuchen ein Seelentröster. Der Duft von Äpfeln, die im Ofen brutzeln, erinnern mich an meine Kindheit. Es fühlt sich heimelig an, und einfach gut. Wenn nichts mehr geht - Apfelkuchen geht immer.
Und dabei gibt es für mich nicht das eine Rezept und ich mag nur das. Nein, ich bin da schon flexibel. Wobei ich schon sagen muss, dass es den leckeren Apfelkuchen meiner Mama durchaus etwas öfter geben könnte (mal sehen, ob sie mitliest - vielleicht kappt's ja mit der Bestellung...).
Heute habe ich ein neues Rezept für euch dabei - ein Zufallsrezept. Denn eigentlich war das Rezept als Honigbrot gedacht. Aber Hefeteig und Honig? Also, wenn da Apfel nicht hervorragend dazu passt, oder?

Apfel-Honig-Brot

Inspiriert hat mich mal wieder die Zeitschrift "Lust auf Genuss", die ich wirklich so gerne mag, schon alleine wegen der tollen Fotos.
Aber wie so oft habe ich aus diesem Rezept ein abgewandeltes Ninamanie-Rezept gemacht.

Die Zutaten für 4 kleine Apfel-Honig-Brote


  • 1 Würfel frische Hefe
  • 100 ml lauwarme Milch
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 70 ml flüssiger Honig
  • Das Mark zweier Vanilleschoten
  • 80 g Butter
  • 500 g Weizenmehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb zum Bestreichen
  • Etwas Hagelzucker
  • 2 bis 3 Äpfel, geschält und in Würfel geschnitten

Apfel-Honig-Brot

Die Zubereitung

Heizt den Backofen auf 200°C vor.
Lasst die Butter in einem Topf langsam bei kleiner Hitze schmelzen und anschließend abkühlen. Vermischt 150 ml lauwarmes Wasser mit der lauwarmen Milch, dem Mark der Vanilleschoten und 50 ml Honig und bröckelt dann die Hefe hinein. Vermengt alles gut miteinander. Gebt das Mehl in eine hohe Schüssel, gebt eine Prise Salz, die Butter und Hefemischung hinzu und verknetet alles zu einem glatten Teig. Lasst den Teig dann etwa 1 Stunde an einem warmen Ort gehen. Bei mir hat es sich wirklich bewährt, den Teig im Ofen bei maximal 30°C gehen zu lassen. Da geht der Teig auf wie eine 1. Gebt dann die Apfelstücke hinzu und verknetet alles noch mal kurz. Formt dann 4 kleine Brote aus dem Teig und legt diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech - lasst zwischen den Broten Abstand, denn sie gehen noch schön auf.
Verquirlt den restlichen Honig mit dem Eigelb und pinselt die Brote damit ein. Streut dann noch etwas Hagelzucker darüber und gebt die Brote dann für etwa 30 Minuten in den Ofen.
Ihr habt dann ein leckeres "Kaffeebrot", wie meine Großeltern dazu sagen würden, ein leckeres, nicht zu süßes Frühstück oder einfach was Feines für Zwischendurch.

Apfel-Honig-Brot

Anscheinend bin ich mit meiner Apfelkuchenleidenschaft nicht alleine - denn aktuell gibt es das Blogevent "Apfelbäckchen - die große Apfelkuchen-Liebe" von NOM NOMs food und feiertäglich. Schon klar, dass ich da mitmachen, oder?



Wie sieht es bei euch denn mit Apfelkuchen-Liebe aus?
Was zaubert ihr gerne aus Äpfeln?
Liebste Grüße von Martina


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Sonntag, 30. April 2017

Spargelzeit 2017 - eröffnet! Mit Spargel aus dem Aromapäckchen.

Ihr Lieben,

es ist wieder soweit! Es gibt Spargel! Könnt ihr mein breites, glückliches Grinsen zwischen den Zeilen erkennen? Für mich beginnt jetzt die leckerste Jahreszeit. Auch wenn wirklich jede Jahreszeit lecker ist und so ihre Highlights hat. Aber das Frühjahr bleibt für mich unschlagbar. Spargel, Rhabarber, Bärlauch, Kräuter... OK, den Sommer finde ich schon auch ganz schön toll. Und den Herbst... Ach, eigentlich doch jede Jahreszeit. Aber bleiben wir erstmal beim Frühjahr. Es gibt wieder Spargel!
Allerdings wird diese Freude dieses Jahr ziemlich getrübt: Im fränkischen Knoblauchland sind dieses Jahr 80% des grünen Spargels erfroren. Dem Weißen ist nichts passiert, weil der Bodenfrost nicht so tief ging. Aber den grünen Spargel hat es voll erwischt. Wenn ihr also auf dem Markt oder im Supermarkt grünen Spargel aus der Region entdeckt: Schnappt ihn euch und genießt ihn doppelt! Die Freude wird heuer noch kürzer währen als sonst...

Ich eröffne die kurze Saison dieses Jahr mit grünem Spargel aus dem Aromapäckchen und packe zum Spargel noch Tomaten, Zucchini und Lachs. Als Beilage gibt's Gnocchi, in Basilikum-Öl geschwenkt.
Hört sich gut an? Schmeckt auch so!

Spargel im Aromapäckchen

Für 4 Aromapäckchen braucht ihr:
  • 1 Bund grüner Spargel
  • 1/2 Zucchini
  • 6 kleine Strauchtomaten
  • 400 g Lachsfilet
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • Ein paar Zitronenzesten
  • Ein paar Zweige Thymian und Rosmarin
  • Ein paar Blätter Salbei, in Streifen geschnitten
  • Ein paar Chilifäden
  • Salz und Pfeffer

Spargel im Aromapäckchen

Brecht vom Spargel die holzigen Enden ab - aber bloß nicht wegwerfen, sondern eine Spargelsuppe daraus kochen!
Schneidet den Zucchini in kleine Stücke, die Tomaten halbiert oder viertelt ihr. Schneidet den Lachs in Würfel (ca. 5 cm groß). Gebt alles in eine Schüssel, gebt Olivenöl, Zitronensaft, Zitronenzesten und die Kräuter hinzu, salzt und pfeffert alles, vermengt alles gut und lasst es 15 Minuten marinieren.
Schneidet 4 Blätter Butterbrot- oder Backpapier zurecht und gebt in die Mitte je eine Portion der Gemüse-Lachs-Mischung. Schlagt die Seiten des Papiers nach oben und verschließt es mit Küchengarn.
Gebt die Päckchen nun auf ein Backblech und gebt dieses für etwa 20 bis 25 Minuten in den auf 175 °C vorgeheizten Backofen.

Spargel im Aromapäckchen mit Gnocchis


Lecker schmecken zu den Päckchen Gnocchis. Ich habe sie nicht selbst gemacht, nur selbst verfeinert, indem ich sie, nach dem ich sie 2 Minuten in siedendem Wasser habe zimmern lassen, hab abtropfen lassen und sie dann in Öl angebraten habe. Ich habe in das Öl Basilikumstreifen und ein wenig Zitronenschalenabrieb gegeben. Danach kam noch etwas Parmesan darüber.

Gnocchi in Basilikumöl

Und schon habt ihr ein leckeres Frühlingsessen, das ihr natürlich auch komplett vegetarisch zubereiten könnt. Schmeckt als Beilage, zu Beilagen oder auch ohne alles.
Und sieht im Päckchen doch auch wirklich hübsch aus, oder?

Aromapäckchen

Mein heutiges #sonntagsglück ist es also, den grünen Spargel doppelt zu genießen!
Mögt ihr Spargel auch so sehr wie ich?
Liebste Grüße von Martina

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Mittwoch, 15. Februar 2017

Lauwarmer Wintersalat mit Rote Beete und Kürbis

Ihr Lieben,

je länger der Winter dauert, desto größer wird mein Hunger auf leichteres Essen. Klar, ich mag deftiges, seelenwärmendes Winteressen, keine Frage. Aber so langsam freue ich mich auch wieder auf knackige Salate, Frühlings- und Sommergemüse.
Wenn man zum Ziel hat, seine Lebensmittel möglichst saisonal und regional zu erwerben, muss man im Winter auf andere Salate ausweichen. Aber auch hier gibt es leckere Alternativen!
Deshalb gibt es bei mir heute einen lauwarmen Wintersalat.

Wintersalat mit rote Beete und Kürbis


Für zwei Portionen braucht ihr:

  • 100 g Feldsalat
  • 2 kleine rote Beete
  • 1 kleinen Kürbis - ich habe einen Muskatkürbis verwendet
  • Kerne eines halben Granatapfels
  • 2 EL geröstete Kürbiskerne
  • Ziegenkäse - Frischkäse oder Ziegenkäserolle
  • 2 EL Kürbiskernöl
  • 1 EL Himbeerbalsamessig
  • 1 TL Honig
  • Salz, Pfeffer
Gart zunächst die rote Beete in einem hohen Top voll Wasser. Das dauert je nach Größe der Beete etwa 30 Minuten. In der Zwischenzeit schält ihr den Kürbis (einige Kürbissorten, wie z.B. Hokkaido, muss man nicht schälen), entkernt ihn und schneidet ihn in schmale Spalten. Gebt diese Spalten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, beträufelt sie mit etwas Olivenöl, gebt Salz darüber und gebt sie für etwa 20 Minuten in den auf 180°C vorgeheizten Backofen. 
Während der Kürbis backt und die rote Beete kochen, putzt und wascht ihr den Feldsalat und bereitet das Dressing aus Kürbiskernöl, Himbeerbalsamessig, Honig, Salz und Pfeffer zu.
Entkernt die Hälfte des Granatapfels - das klappt am besten in einer Schüssel voll Wasser. Danach sieht eure Küche nicht aus, als hätte sie Windpocken. 

Wintersalat mit rote Beete und Kürbis

Nehmt die Rote Beete aus dem Wasser, schält sie und schneidet sie in Scheiben, die ihr dann auf beide Teller verteilt. Gebt dann den Feldsalat darauf. Dann kommen die Kürbisspalten dazu, den Ziegenkäse setzt ihr oben drauf. Beträufelt dann alles mit dem Dressing, gebt die Kürbis- und Granatapfellikören hinzu und lasst es euch so richtig schmecken!

Wintersalat mit rote Beete und Kürbis

Der Salat ist perfekt, wenn ihr gerade etwas Detox machen möchtet oder abends auf Kohlenhydrate aus Nudeln, Brot und Co. verzichten wollt. Er schmeckt super lecker und macht dabei richtig satt.

Guten Appetit!
Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit FrolleinPfau

Sonntag, 29. Januar 2017

Milchreis mit Apfel-Johannisbeer-Kompott

Ihr Lieben,

als ich noch ganz klein war, habe ich sehr viel Zeit bei meiner Oma verbracht. Ich kann mich natürlich nicht mehr an alles erinnern, was wir gemeinsam gemacht haben - ist das nicht schade, dass man so vieles aus der Kindheit dann doch nicht mehr weiß?
Aber an eine Sache erinnere ich mich so gut. Und völlig überraschend hat das mal wieder etwas mit Essen zu tun. Ein absolutes Highlight bei den Oma-Tagen war der Milchreis, den sie für mich gekocht hat. Der Geruch und der Geschmack von Milchreis, das ist für mich Kindheit pur, und Geborgenheit, und Glück, und einfach Zuhause. Sie hat ihn mir noch ganz heiß in eine Schüssel gefüllt und ich durfte selbst Zucker hinzugeben - und zwar so viel wie ich wollte! Und sie hat auch mit gemacht. Wir saßen also zu zweit in der Küche, in der Mitte stand der Zuckerspender, den man gefühlt 1000mal kippen musste, bis endlich genug Zucker im Milchreis war. Ach war das schön!
Ich werde immer an meine Oma denken, wenn ich Milchreis esse...

Heute habe ich eine kleine Milchreis-Inspiration für euch - denn ich habe diesmal keinen ganz klassischen Milchreis gekocht, sondern Mandelmilch verwendet. Und glaubt mir: Das macht glücklich!

Milchreis mit Apfel-Johannisbeer-Kompott

Für eine Schüssel voll leckerem Milchreis braucht ihr - je nach Milchreis (auf die Beschreibung auf der Verpackung achten!):

  • 2oo g Milchreis
  • 500 ml Milch - ich habe 350 ml ungesüßte Mandelmilch mit 150 ml laktosefreier Milch gemischt (zwecks der Konsistenz)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Zimtstangen
  • 1 Vanilleschote
  • 2 EL Ahornsirup - oder mehr, wenn ihr es gerne süßer mögt
Für das Kompott braucht ihr:
  • 2 Äpfel
  • 50 g Mandelstifte
  • eine Handvoll Cranberries
  • 200 ml Johanissbeersaft
  • 1 Päckchen Gelatine
Milchreis mit Apfel-Johannisbeer-Kompott

Bringt die Milch zum Kochen und gebt den Milchreis, Salz, den Zimt und die in der Mitte aufgeschnittene Vanilleschote hinzu. Stellt dann die Hitze zurück und lasst den Milchreis vor sich hin köcheln. Vergesst dabei nicht, immer wieder umzurühren, den angebrannter Milchreis ist nicht ganz so lecker. Nun dauert es etwa 20 bis 30 Minuten, bis der Milchreis schön "schlontzig" und gar ist - das hängt aber von der Sorte ab - deshalb kocht ihr ihn am besten nach Verpackungsangabe.
Gebt dann kurz vor Ende der Garzeit den Ahornsirup hinzu und schmeckt den Milchreis ab. Ihr könnt natürlich auch Honig oder Zucker verwenden.
In der Zwischenzeit schält ihr die Äpfel und schneidet sie in kleine Stücke.
Gebt sie zusammen mit den Mandelstiften, den Cranberries und dem Johannisbeersaft in einen Topf und kocht sie etwa 15 Minuten bei schwacher Hitze. Rührt in der Zwischenzeit die Gelatine an. Lasst die Apfelmischung dann etwas abkühlen, dann dickt ihr sie mit der Gelatine etwas ein.

Milchreis mit Apfel-Johannisbeer-Kompott

Ich liebe Milchreis ja besonders, wenn er heiß ist. Deswegen habe ich den Reis zusammen mit dem Kompott gleich probieren müssen. Aber auch kalt schmeckt beides lecker.

Was ist eure Glücksrezept? Was ist euer #sonntagsglück?
Liebste Grüße von Martina

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Sonntag, 22. Januar 2017

Ein großer Topf voll Seelenfutter: Boeuf Bourguignon

Ihr Lieben,

es gibt diese bestimmte Gerichte, die einem so rundherum gut tun. Es gibt Essen, das einen in die Vergangenheit katapultiert, es gibt Essen, dass einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert, es gibt Essen, das tröstet, es gibt Essen, von dem man einfach nicht genug kriegen kann.
Ich habe einige dieser Leibspeisen - und seit ich 2015 das erste Mal Boeuf Bourguignon ausprobiert habe (und auch auf dem "alten" Blog vorgestellt hatte), gehört dieses Gericht definitiv dazu.
Es schmeckt so intensiv, so reich und einfach nach der Liebe, mit der ich es koche.
Wie alle Gulasch-Gerichte fordert auch dieses Zeit- die sich aber lohnt! Die Zubereitung dauert etwa 45 Minuten, die Garzeit beträgt mindestens 3 Stunden. Der Genuss hält aber auch lange an. Und da man davon am besten gleich einen großen Topf voll zubereitet, hat man nicht nur einmal ein leckeres Essen auf dem Teller.
Bitte achtet auf wirklich gute Lebensmittel, auf hochwertiges Fleisch und guten Wein -  dann schmeckt es gleich dreimal so gut!

Boeuf Bourguignon


Für einen großen Topf Boeuf Bourguignon braucht ihr:
  • 2,5g Rindfleisch aus der Schulter, schneidet es i  etwa 6cm große Würfel
  • 1 kg Möhren
  • 3 Pastinaken
  • 1 Bunde Petersilie - gehackt
  • 300 g rote Zwiebeln
  • 200 g Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Stiele Rosmarin
  • 3 Stiele Thymian
  • 2 Lorbeerblätter
  • ca. 60 ml Portwein
  • 1 El brauner Zucker
  • 80 g Tomatenmark
  • 1 Flasche trockenen Rotwein. Ich habe einen französischen aus dem Medoc genommen
  • 300 ml Rinderfond
  • 300 g Champignons
  • 11/2 EL Butter
  • 11/2 EL Mehl
Boeuf Bourguignon

Putzt das Gemüse, schneidet die Pastinaken und Möhren in Würfel, halbiert die Champignons und schneidet Knoblauch und Zwiebeln in Würfel.
Gebt den Rosmarin, den Thymian und die Lorbeerblätter in ein Teebeutelchen und bindet es mit Garn zu.
Gebt reichlich Olivenöl in einen hohen Topf oder Bräter, salzt das Fleisch und bratet es portionsweise an. Nehmt das Fleisch aus dem Topf und löscht den Bratensatz mit dem Portwein ab. Den Sud gebt ihr zum Fleisch. Gebt etwa 2 EL Olivenöl in den Topf, bratet den Knoblauch, die Zwiebeln und etwa 300 g Möhren- und Pastinaken an. Dann kommen Zucker und Tomatenmark hinzu. Das Ganze löscht ihr dann mit dem Rotwein ab. Kocht alles auf und gebt dann den Rinderfond hinzu. Gebt dann das Fleisch wieder in den Topf - das Kräutersäckchen kommt auch hinzu. Würzt gut mit Pfeffer, lasst alles noch mal aufkochen und lasst es dann zugedeckt bei leichter Hitze mindestens 3 Stunden köcheln.
In der Zwischenzeit bratet ihr das restliche Gemüse, zunächst die Möhren und Pastinaken, dann die Champignons, an - salzen, pfeffern und die Petersilie hinzugeben. Nach etwa 3 Stunden nehmt ihr das Fleisch aus der Soße und passiert die Soße durch ein feines Sieb in eine Schüssel. Drückt das Gemüse gut mit einem Schöpflöffel durch. Gebt dann die Soße zurück in den Topf und lasst sie aufkochen. Schmeckt die Soße mit Salz und Pfeffer ab. Verrührt das Mehl mit der Butter und rührt die Masse mit einem Schneebesen in die Soße ein. Dann gebt ihr Fleisch und Gemüse in den Topf und lasst das Boeuf Bourguignon noch etwa 15 Minuten zu Ende garen.
Dazu schmecken Rosmarin-Kartoffeln oder einfach Baguette - Hauptsache etwas, was die leckere Soße aufsaugt. Und aufgewärmt schmeckt es noch mal so gut!

Boeuf Bourguignon

Nach einem langen Winterspaziergang freue ich mich heute auf einen großen Teller heißes Boeuf Bourguignon - meine heutiges #sonntagsglück!

Viel Freude beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!
Liebste Grüße von Martina

p.s. verlinkt mit soulsistermeetsfriends und 

Mittwoch, 18. Januar 2017

Manchmal sind die einfachsten Rezepte die besten: Hühnersuppe mit Nudeln

Ihr Lieben,

vor Kurzem hatte mich eine Erkältung so richtig fies erwischt. Natürlich ist eine Erkältung nichts Schlimmes, aber sind wir doch mal ehrlich: Man fühlt sich damit einfach elend. Man hängt nur rum, ist irgendwie eklig und alles tut weh und nervt. Richtig krank bin ich immer erst, wenn ich auch keinen Appetit mehr habe - denn eigentlich habe ich immer Appetit. Aber diesmal war der tatsächlich auch weg. Bis meine Mama mir eine selbstgekochte Hühnersuppe vorbei gebracht hat. Die hat mir so sehr gut geschmeckt und so gut getan. Danach habe ich mich gefragt: Warum koche ich mir eigentlich nie selbst eine Hühnersuppe? Ich habe mir tatsächlich noch nie eine selbst gekocht. Wahrscheinlich weil mir ein ganzes Suppenhuhn dann doch zu viel ist. Aber es müsste doch eigentlich auch mit Hühnerklein oder Hühnchenbrust klappen. Naja, was soll ich sagen: Ich habe es ausprobiert und für sehr lecker befunden! Und ich habe in meine Hühnersuppe noch ein paar Glasnudeln hinzugefügt, auch das kann ich absolut empfehlen!

Hühnersuppe mit Glasnudeln

Für 2 gute Portionen Hühnersuppe braucht ihr:
  • 1 Bund Suppengemüse (Lauch, Karotte, Sellerie, Petersilie)
  • 2 kleine Hähnchenbrustfilets
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL gerebeltes Zitronen gras oder eine Stange Zitronengras
  • 1 cm Ingwer, geschält und geschnitten
  • Eine Hand voll Glasnudeln, die ihr am besten zerbrecht - so isst es sich leichter
Hühnersuppe mit Glasnudeln

Putzt das Gemüse und schneidet es in Stücke. Gebt den Ingwer und das Zitronengras in einen Teebeutel und bindet diesen zu. Die Petersilie hackt ihr grob. Wascht die Hähnchenbrustfilets und reibt sie etwas trocken.
Bratet das Gemüse in einem Topf in Olivenöl kurz an, gebt dann auch die Filets dazu. Löscht dann alles mit etwa 1 L Wasser ab. Gebt Salz, Pfeffer und Petersilie hinzu (hebt aber etwas Petersilie zum Dekorieren auf) und lasst die Suppe mindestens 30 Minuten köcheln. Nehmt dann die Hähnchenfilets heraus und schneidet sie in Stücke, dann gebt ihr sie zurück in die Suppe. Gebt dann die Glasnudeln hinzu und lasst sie quellen. Nehmt den Teebeutel heraus, schmeckt noch mal mit Salz und Pfeffer ab - und genießt dann einen Teller Seelentröster-Suppe.
Die Suppe hält sich ein paar Tage im Kühlschrank, lässt sich aber auch prima einfrieren. Ihr solltet aber die Nudeln erst hinzufügen, wenn ihr die Suppe esst.
Wenn ihr doch ein ganzes Suppenhuhn verarbeiten möchtet, verlängert sich die Kochzeit entsprechend und ihr solltet auch etwas mehr Wasser und Gemüse verwenden.

Hühnersuppe

Ihr Lieben, bleibt aber dennoch lieber gesund und esst lieber mal ein Teller Süppchen zur Vorbeugung. Die Suppe eignet sich übrigens auch prima für "im neuen Jahr achte ich wieder besser auf meine Ernährung und mache auch ma ne Runde Detox"-Vorsätze.
Liebste Grüße von Martina

Hühnersuppe

Verlinkt mit Frollein Pfau
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