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Samstag, 14. Oktober 2017

La dolce vita in Malcesine - Tipps für den Gardasee

Ihr Lieben,

als ich noch jünger war, fand ich es immer furchtbar langweilig, wenn Leute immer wieder am gleichen Ort Urlaub machten. Ich dachte mir immer: Mensch, es gibt doch so viele schöne Städte/Länder/Gegenden, die man sich ansehen muss. Da muss doch mal Abwechslung rein!
Und auch, wenn ich das Glück habe, schon wirklich nicht so wenig von der Welt gesehen haben zu dürfen, gibt es immer noch einige Wunsch-Reisziele auf meiner Liste.
Dennoch habe ich es inzwischen auch zu schätzen gelernt, wie schön es ist, an einem Ort Urlaub zu machen, wo man sich auskennt, wo man weiß, wo es schön ist, wo man nicht mehr auf Biegen und Brechen das Touri-Programm herunterreißen muss.
Und so habe ich mit der Zeit ein paar solcher Lieblingsorte für mich entdeckt. Einer davon, ein wirklicher Herzensort, zu dem ich wirklich immer wieder gerne reise, ist Malcesine am Gardasee.
Wenn man die Ausfahrt Rovereto Süd nimmt und dann über die Berge langsam zum See hinunter fährt, wird es mir warm ums Herz. Es fühlt sich wirklich an, wie Heimkommen.
Ich liebe den Gardasee einfach, es ist so ein wunderbares Fleckchen Erde. Und Malcesine ist für mich der schönste Ort am Lago. Man hat da einfach alles: Schöne Strände, die Berge, tolle Restaurants, eine schöne Weinbar, kleine, romantische Gässchen, ein schönes Castello, das schöne Goethe geliebt hat, kleine Lädchen mit schicker Mode - keine Ketten, die man überall sieht, und und und.
Und obwohl ich nun schon ein paar Mal in Malcesine war, entdecke ich doch immer wieder etwas Neues.

Castello Scaligero Malcesine
Castello Scaligero Malcesine

Am allerliebsten fahre ich mit einer lieben Freundin zum Gardasee. Wir kennen uns schon lange über gemeinsam Freunde. Aber wir hatten es nie geschafft, mal einen Kaffee zusammen trinken zu gehen, obwohl wir uns das bei jedem Aufeinandertreffen vorgenommen haben. Auf der Hochzeit einer Freundin haben wir wieder darüber geredet - und uns letztlich gesagt: Ach, Kaffee trinken kann doch jeder! Wir fahren einfach gleich zusammen weg! Und so kam es tatsächlich: Unser erstes "Date" war ein Urlaub in Malcesine! Und es war fantastisch! Wir sind die perfekten Urlaubspartner, mögen beide ein ausgewogenes Verhältnis aus Aktivität und Entspannung, lieben die Sonne und gutes Essen, gehen gerne mal shoppen, aber nicht zu viel und trinken gerne Wein und Prosecco. Wir beide zusammen erleben einfach den perfekten Mädelsurlaub!
Und so war es auch dieses Jahr wieder ein Traumurlaub! Alles hat gepasst: Das Wetter, das Hotel, die Herzlichkeit der Leute, denen wir begegnet sind.
Ach, ich komme schon wieder ins Schwärmen...
Aber nun kommen endlich mal ein paar Tipps für euch, wenn ihr auch einen Urlaub am Gardasee plant.

Tipps für die Übernachtung

In Malcesine finden sich verschiedenste Unterkünfte für verschiedenste Wünsche und Geldbeutel, von Ferienwohnung, B&Bs und einfachen Hotels bis hin zu schicken und teuren Hotels.
Wenn ihr Lust habt, euch komplett selbst zu versorgen und dafür mitten in der Stadt zu wohnen, kann ich euch die Casa Cressotti empfehlen - bucht aber unbedingt eine Wohnung mit Seeblick! Die Familie betreibt noch weitere Unterkünfte, die auch zentral gelegen sind.
Wir haben uns diesmal ein schönes Hotel gegönnt - und haben uns total verliebt! Das Ambienthotel Prima Luna ist perfekt gelegen, man läuft in nicht mal 10 Minuten an der Uferpromenade durch die Stadt, hat von den Balkonen mit Seeblick einen herrlichen Ausblick, es gibt ein leckeres und reichhaltiges Frühstück und der Betreiber und das ganze Team sind super herzlich!

Hotel Prima Luna Malcesine
Blick vom Balkon des Ambienthotel Prima Luna
Lasst euch auch Wein vom Chef empfehlen - vielleicht entdeckt ihr die eine oder andere Leckerei!
Vom Pool aus sieht man den Gardasee, zu dem man über Treppen auch ganz leicht gelangt - dabei geht es vorbei an der Poolbar, die zu einem leckeren Prosecco im Sonnenschein einlädt - herrlich! Uns hat es da super gut gefallen, nächstes Jahr werden wir sicher wiederkommen!

Prosecco mit Blick auf den Gardasee
Prosecco mit Blick auf den Gardasee

Tipps für Gaumenfreuden

Wir haben in Malcesine zwei Lieblingsplätze: Ein Restaurant und eine Weinbar.
Im Restaurant Al Marinaio wird man herzlich empfangen, bekommt super leckere Pastagerichte und sitzt ganz wunderbar am Porto Vecchio.
Besonders zu empfehlen: Der Meeresfrüchtesalat und die Spaghetti mit Meeresfrüchten.

Meeresfrüchtesalat im Restaurant Al Marinaio
Meeresfrüchtesalat im Restaurant Al Marinaio

Wenn man Glück hat, ergattert man einen der kleinen Tische direkt vor der Weinbar Bottega del Vino  und bekommt von Nicola leckeren Wein empfohlen. Auch eine Pizza kann man sich durchaus schmecken lassen.
Auch sehr nett mitten in der Stadt gelegen ist das Ristorante Aristotele. Die Pizza schmeckt lecker, der Wein auch, der Grappa ist super - und die Bedienung...hat einen bizarren Charme (also, der Herr des Hauses). Egal, was wir uns ausgesucht haben, er sagte nein und hat uns etwas anderes empfohlen. Dabei hat er keine Miene verzogen. Es war zu lustig! Am Ende war er aber doch total herzlich, hat uns zum Abschied gedrückt - und wir werden gerne wieder hingehen!

Ausflugstipps

Monte Baldo - oder: Muss man sich das antun?

Wir hatten uns jedes Jahr vorgenommen, auf dem Monte Baldo zu wandern. Bislang hat uns die lange Schlange an der Seilbahn davon abgehalten. Doch diesmal sind wir das Projekt angegangen und dachten sogar, wir hätten Glück, weil nicht so viel los war Weit gefehlt! Die Warteschlange wird nur durch diverse Schikanen clever versteckt - wir haben doch über eine Stunde angestanden, bis es endlich bergauf ging. Zu diesem Zeitpunkt haben wir es sehr bereut, nicht den Wanderweg nach oben genommen zu haben (dass das keine gute Alternative gewesen wäre, sollten wir noch erfahren). Oben angekommen, zog es sich zu - also leider kein ganz fantastischer Ausblick auf den See. Wir sind dann losgewandert, haben uns einen der ausgeschriebenen Wanderwege ausgesucht, um schnell zwei Dinge festzustellen: 1. Die Wege auf dem Monte Baldo sind nicht wirklich gut ausgeschildert. 2 Wir haben uns einen unschönen Weg ausgesucht, der durch den Wald sehr steinig und kraxelig steil nach unten ging. Wir haben dann zwar noch eine Abzweigung genommen, die dann wieder steil nach oben ging und so doch noch einen schönen Blick erhascht.

Blick vom Monte Baldo
Blick vom Monte Baldo

Aber danach ging es, bis auf ein kleines, wirklich schönes Stück über eine Bauernwiese, die ganze Zeit sehr steil bergab, zum großen Teil auch noch auf Asphalt. Wir haben uns so bis zu Mittelstation gequält und sind dann mit der Gondel nach unten gefahren. Die Knie und die Beine haben gewimmert - wir hatten zwei Tage lang schlimmen Muskelkater. Ein Pärchen, das wir unterwegs getroffen hatten, hat sich den ganzen Weg nach unten gewagt und meinte, das Stück von der Mittelstation bis zum Tal sei noch schlimmer gewesen. Also: spart euch das! es lohnt sich nicht! Es gibt genug schöne Wanderregionen rund um den Gardasee. Der Monte Baldo muss es nicht unbedingt sein.

Fahrradtour am Gardasee

Man kann sich am Gardasee in fast jedem Ort Fahrräder ausleihen. Die Auswahl reicht von Citybikes über Tourenräder, Mountainbikes, bis hin zu E-Bikes. Zum Teil kann man schön entspannt am See entlang fahren, zum Teil muss man aber auch auf die Straße ausweichen, was dann nicht immer ganz so schön ist, wenn viel Verkehr ist. Wir sind dieses Jahr von Malcesine nach Garda geradelt. Das sind hin und zurück 55km und man sollte sich Zeit nehmen und nicht umfit sein. Alternativ kann man von Garda auch mit dem Schiff zurück fahren. Erkundigt euch aber unbedingt vorher, denn nicht auf alle Schiffe darf man Fahrräder mitnehmen.

Garda am Gardasee
Garda am Gardasee

Spaß macht eine Fahrradtour aber auf jeden Fall. Mit dem Auto ziehen sich die Wege oft, wenn viel Verkehr ist, und mit dem Fahrrad radelt man dann so entspannt dahin. Garda ist auch auf jeden Fall einen Besucht wert - es gibt viele Restaurants direkt an der Strandpromenade und in den verwinkelten Gässchen. Allerdings ist in Garda auch immer gut was los.

Uferpromenade Gardasee
Uferpromenade Gardasee

Märkte

Am Gardasee findet jeden Tag mindestens in einem Städtchen ein Markt statt. Auf den Märkten finden sich allerlei Taschen, Klamotten und Schnickschnack. Am schönsten finde ich die Märkte in Bardolino und Limone. Aber letztlich finden sich auf allen Märkten so ziemlich dieselben Sachen. Wenn ihr also ein Schnäppchen machen wollt, Mitbringsel braucht oder Taschen liebt, dann lohnen sich die Märkte auf jeden Fall! So ein bisschen bummeln macht doch immer Spaß.

Natürlich gibt es noch vieles mehr, was man am Gardasee unternehmen kann. Besucht doch mal ein Weingut im Lugano-Gebiet. Wenn das Wetter schlecht ist, geht in Sirmione in die Therme. Oder fahrt nach Verona, gönnt euch eine Stadtführung und verbringt einen Abend in der Arena di Verona. Es wird euch sicherlich nicht langweilig.

Sonnenuntergang am Gardasee
Abendstimmung am Gardasee

Ich hoffe, ich konnte euch etwas inspirieren. Oder geht es euch vielleicht sowieso schon so wie mir und ihr seid verliebt in den Gardasee?

Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit Samstagsplausch und #sonntagsglück

Sonntag, 10. September 2017

Kurzurlaub mit Wandern, Wellness und Genuss - ein paar Tipps für's Fichtelgebirge

Ihr Lieben,

ich muss sagen: Mein Vorhaben, dieses Jahr wieder mehr zu reisen und zu wandern, wird ganz gut in die Tat umgesetzt. Ach, und wie ich das genieße!!!
Es hat ja schon super angefangen mit einer Schneeschuhwanderung im Stubaital, dann folgte eine sehr spannende Dienstreise nach Marrakesch und schließlich ein entspannter Urlaub auf Mallorca.
Und jetzt hat es mich noch in die für uns nähere Umgebung verschlagen, nämlich ins Fichtelgebirge. Zusammen mit meiner lieben Freundin, die ich schon seit der 1. Klasse kennen, habe ich mir eine Übernachtung im Posthotel von Alexander Herrmann gegönnt. Ja, DER Alexander Herrmann. Leider war er an dem Tag wohl nicht da - schade - aber toll war es trotzdem!

Posthotel Alexander Herrmann - der Blick vom Balkon
Der Blick vom Balkon unseres Zimmers im Posthotel von Alexander Herrmann
Wir sind erstmal eine schöne Runde im Fichtelgebirge wandern gegangen. Gestartet sind wir in Warmensteinach und haben uns einen Rundwanderweg über Fleckl und Grassamen ausgesucht. Dabei haben wir uns, ehrlich gesagt, immer wieder verlaufen. Ich bin mir nicht sicher, ob es an der nicht so tollen Beschreibung des Wanderführers lag - oder eher daran, dass wir vor lauter quatschen nicht genug auf die Markierungen geachtet haben. Aber ganz nach dem Motto "Alle Wege führen nach...", haben wir dennoch die wichtigsten Highlights der Tour gesehen. So haben wir einen schönen Blick auf den Ochsenkopf gehabt und haben Rast an einem absolut ruhig und idyllisch gelegenen Naturmoorbad gemacht.

Naturmoorbad Fichtelgebirge

Naturmoorbad Fichtelgebirge
Idylle pur am Naturmoorbad in der Nähe vom Ochsenkopf im Fichtelgebirge
Und nach ein paar Stunden und etwa 9 km waren wir auch wohlbehalten zurück am Auto. Irrungen und Wirrungen machen ja meistens sowieso mehr Spaß, als die normalen Wege.
Die Runde ist gut zu laufen, die meiste Zeit auf Waldwegen. Ein paar Mal geht es allerdings steil nach oben, so dass man doch etwas ins Schwitzen kommen kann.

Im Hotel konnten wir uns dann prima erholen - im schönen Sauna-Wellness-Bereich und dem kleinen Hallenbad. Die Zimmer sind wirklich schön, wir hatten auch einen schönen Balkon hinaus zum kleinen Fluss.

Posthotel Alexander Herrmann - der Blick vom Balkon

Am Abend haben wir uns ein Menü im Gourmet-Bistro gegönnt. Das war sehr lecker, doch nächstes Mal würde ich eher à la carte bestellen. Aber die Küche war super flexibel und ist auf unsere Sonderwünsche prima eingegangen. Also Daumen hoch.

Geschmorte Haxe an mariniertem Blumenkohl
Geschmorte Haxe an mariniertem Blumenkohl - traumhaft lecker!

Noch höher haben wir aber den Daumen beim Frühstück gereckt. Das war mit so viel Liebe und schönen Details angerichtet - vieles gab es in kleinen Weck-Gläsern und auf Löffeln präsentiert. Wir hätten den ganzen Tag dort zubringen können.
Alles in allem war es ein wirklich wunderbarer Mädelsausflug - und eine Übernachtung in Wirsberg kann man sich durchaus mal gönnen - ob als Ausflug mit einer Freundin oder romantisches Wochenende mit dem Liebsten.

Habt ihr einen besonderen Tipp für einen Kurztrip/Wellnessausflug?
Liebste Grüße von Martina

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verlinkt mit #sonntagsglück und nicelittlethingsaround

Montag, 5. Juni 2017

Mallorca: Palma und Port de Sóller - Übernachtungs, Restaurant- und Wandertipps

Ihr Lieben,

sicherlich waren viele von euch schon das eine oder andere Mal auf Mallorca. Die Insel ist wohl eines der beliebtesten Reiseziele von uns Deutschen.
Bei mir war das bislang nicht so.
Ich war das erste Mal mit 17 auf Mallorca - das war der letzte "Zwangsurlaub" mit meinen Eltern. Und es war fruchtbar - im übrigen auch für meine Eltern: Wir waren mit anstrengenden Bekannten unterwegs, das Wetter war schlecht, die winzige Badebucht voller Algen usw. Kurzum: Uns hat es nicht wirklich nach Mallorca zurück gezogen.
Aber das hat sich nun geändert: Wir haben der Insel noch mal eine Chance gegeben und sind ein paar Jährchen später (naja, ok, ein paar mehr Jährchen später) wieder nach Mallorca gereist.
Und - es war toll!
Es war eine schöne Mischung aus Stadtbesichtigung, Strand, Wandern und Genuss. Und die Reisezeit - Ende Mai/Anfang Juni - war perfekt. Es war schon schön warm, aber nicht zu heiß, hat nur einmal geregnet und es war noch nicht überlaufen.
Weil ich nun wirklich begeistert bin, habe ich ein paar Tipps für euch mitgebracht.

Fangen wir mal mit Palma de Mallorca an.

Übernachtungstipp:
Wir haben hier in einem ganz einfachen Hostal übernachtet: Hostal Apuntadores.
Das Hostal ist zweckmäßig, nicht zu teuer und hat ein paar Highlights: 
1. Es ist super zentral, man tritt aus der Tür und ist mitten im Geschehen
2. Es hat eine Dachterrasse mit einem fantastischen Blick auf die Kathedrale von Palma
3. Auch wenn die Zimmer wirklich nicht schick sind: Die Matratzen sind super!
Wenn ihr also eine zentrale Unterkunft sucht, die nicht zu teuer ist und die ihr wirklich rein zur Übernachtung braucht, kann ich auch das Hostal Apuntadores absolut empfehlen!

Kathedrale Palma de Mallorca
Der Blick von der Dachterrasse des Hostal Apuntadores direkt auf die Kathedrale von Palma de Mallorca

Restauranttipp:
Leider kann ich euch keinen direkten Tipp geben, wir sind in Palma etwas reingefallen. Einen guten Rat habe ich aber für euch: Wenn euch ein Restaurant gefällt, dann reserviert sofort nen Tisch. Sonst ist es wirklich schwer, einen Platz in einem schönen Restaurant zu ergattern.

Unternehmungstipp:
In Palma gibt es, wie in vielen Städten, einen HopOn/HopOff-Bus - so eine Tour empfehle ich wirklich für jede Stadt. So wahnsinnig viel gibt es zwar in Palma nicht zu sehen, aber mit dem Bus verschafft man sich einen guten überblick. Bucht euer Ticket am besten schon zu Hause, dann geht alles etwas schneller.

Palma de Mallorca
Die Handschrift ist erkennbar - hier war ein Schüler von Antoni Gaudí am Werk

Fazit:
Palma ist ganz schön, es hat wie viele Städte, seinen Charme. Aber für mich ist und bleibt DIE Traumstadt Spaniens doch weiterhin Barcelona.

Kathedrale Palma de Mallorca


Nach Palma ging es für uns direkt in das schöne Hafenstädtchen Port de Sóller im Westen der Insel.

Übernachtungstipps:
Wir haben im Port de Sóller im Hotel Marina übernachtet, einem 3-Sterne-Hotel direkt an der Strandpromenade. Das Hotel ist schick, das Hotelteam sehr nett, es gibt einen Spa-Bereich, einen Pool und ein gutes Restaurant, in dem morgens leckeres Frühstück bereitet wird. Direkt vor dem Hotel findet man den, wie ich finde, schönsten Strandabschnitt des Ortes. Das einzige Manko: Die Strandliegen und Schirme sind nicht inklusive.

Strand Port de Sóller
Strand von Port de Sóller
Wir waren nicht im Haupthaus untergebracht, sondern in einem Nebengebäude im Erdgeschoss, mit einer tollen offenen Terrasse, die jeweils nur mit einem Sichtschutz unterteilt ist. Wir hatten die Zimmer 106 und 107 - und genau diese würde ich wieder buchen.
Was man wissen muss: In diesen Zimmern gibt es Kuschelbetten mit 1,40m und 1,60m Breite.
Und am Strand bekommt omanregelmäßig Besuch von Enten - ja, ihr lest richtig! Im Meer schwimmende Enten, zu lustig.

Strand-Enten Port de Sóller

Am letzten Abend sind wir durch ein nettes Paar, das wir kennengelernt hatten, auch ein weiteres, wahnsinnig schönes Hotel gestoßen, das wir bei nächsten Mal unbedingt buchen möchten:
Das Hotel Es Port. Hier die Beschreibung des Hotels: "Das Hotel Es Port de Sóller befindet sich in einem herrschaftlichem Herrenhaus aus dem XVII. Jahrhundert und liegt im Herzen der Stadt Sóller, am Fuße der Sierra de Tramuntana. (...) Das gemütliche 4-Sterne-Hotel verfügt über 148 Zimmer, die auf mehrere Gebäude aufgeteilt sind. Es ist von einer traumhaften Naturlandschaft umgeben, die sich über 40.000 Quadratmeter erstreckt. In den Gartenanlagen finden Sie Orangen- und Zitronenplantagen sowie jahrhundertealte Olivenbäume. Das Hotel kultiviert einen eigenen Gemüsegarten, in dem ökologischer Anbau betrieben wird. Die bezaubernde Umgebung mitten im Tal von Sóller und nur wenige Meter von Meer entfernt lädt zur absoluten Entspannung ein."
Man tritt das Areal und befindet sich sofort in einer anderen Welt. Die Bekannte meinte: "Für mich ist das die Vorstufe zum Paradies" - und damit könnte sie wirklich recht haben.

Restauranttipps:
Auch für Port de Sóller gilt: Reserviert unbedingt einen Tisch am Abend, sonst könnt ihr auch hier Pech haben. Es gibt einige nett aussehende Restaurants. Wir hatten nicht die Gelegenheit, alle zu testen. Aber in zwei haben wir uns etwas verliebt. Beide liegen direkt an der Promenade, mit einem herrlichen Blick auf's Meer.

Es gibt hier leckere Fischgerichte, das Lamm schmeckt fantastisch und unser Highlight war die Paella mit Fisch und Meeresfrüchten - wahnsinnig lecker!
Nicht zu verachten ist auch der Kräuterlikör.

Paella
Leckere Paella mit Fisch und Meeresfrüchten


Dieses Restaurant war mein persönliches Highlight. Super schöne Einrichtung, perfekter Service, tolles Ambiente, leckeres Essen, toller Wein. Das Komplettprogramm eben. Witzger Weise wird das Restaurant von einem Deutschen betrieben, die Küche ist jedoch mediterran. Es gibt Speisen mit einem gewissen Etwas, natürlich viel Fisch, der täglich frisch von den Fischern bezogen wird. Und auch den Gin Tonic kann man empfehlen!

Wolfsbarsch
Fangfrischer Fisch des Tages - Wolfsbarsch a la Plancha

Wandertipps:
Natürlich ist Port de Sóller perfekt geeignet für einen Badeurlaub. Aber es gibt viele schöne Wanderstrecken, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Zwei haben wir getestet - und haben uns total verliebt! Die beiden Wege, die ich euch nun vorstelle, sind jedoch schon anspruchsvoll: Es geht immer wieder bergauf und bergab, zum Teil recht steil und vor allem steinig. Man sollte schon trittsicher sein, genau auf den Weg achten und mindestens gutes Schuhwerk, im besten Fall noch Wanderstöcke dabei haben. Und nehmt euch auch eine Kopfbedeckung mit, denn man läuft nicht immer im Schatten. Ein Hinweis noch: Oft findet man auf den Wegweisern Zeitangaben neben den km-Angaben. Die Zeitangaben sind sehr sportlich, rechnet lieber mal mindestens 30 Minuten dazu.

1. Von Port de Sóller nach Deià, ca. 14 km
Dieser Weg ist ein Teil des Mallorca-Wanderweges GR221 und führt vorbei an Olivenhainen und Fincas. Man hat immer wieder einen tollen Blick aufs Meer und die Küste, 3 Mal muss man ein kurzes Stück auf einer befahrenen Straße laufen. Es gibt verschiedene Einstiegswege - wir haben den Weg über das Refugi Muleta am Cap Gros gewählt. Wenn man vom Hotel aus aufs Meer blickt, geht man nach links zunächst am Strand entlang und folgt dann der Straße, die sich hinauf schlängelt. Nach etwa 3,5 km erreicht man dann den Einstieg in den Wanderweg auf dem Cap Gros. 

Wanderweg GR 221
Viele Wege führen den GR 221 entlang

Von hier aus läuft man dann etwa 10,5 km nach Deià. Der Weg ist prima ausgeschildert. Man kann sich fast nicht verlaufen. Nur das letzte Stück nach Deiá hinein, ist nicht nur steil und beschwerlich, sondern etwas irritierend, da man an einemIndustriegebiet vorbei läuft. Man läuft dann aber geradewegs auf die Bushaltestelle für den Bus zu, der einen zurück nach Port de Sóller bringt. Aber Vorsicht: Der Bus fährt nicht sehr oft, erkundigt euch zuvor und plant Puffer mit ein. UND: Stellt euch ganz vorne hin, denn sonst kann es euch passieren, dass der Bus voll ist und ihr nicht mehr mitgenommen werdet.

Wanderweg nach Deià
Ein steiniger Weg nach oben, der sich lohnt


2. Von Sóller nach Port de Sóller, ca. 11 km
Von Port de Sóller fährt eine lustige Tram direkt nach Sóller, die Fahrt führt durch Orangen- und Zitronenplantagen direkt ins Herz des Städtchens. Es lohnt sich, einmal durch zu schlendern und auch die Kathedrale zu besuchen, denn die ist wahnsinnig schön.

Tram Sóller
Straßenbahn in Sóller


Sóller
Sóller - ein idyllisches Bergdörfchen


Der Einstieg in den Wanderweg, der wieder ein Teil des GR221 ist, ist uns etwas schwer gefallen, wir haben uns gleich mal verlaufen. Ihr müsst auf jeden Fall die Straße nach Palme überqueren, dann stoßt ihr nach einer Weile auf einen Wegweiser. Ist man erstmal drauf, ist der Weg wieder prima ausgeschildert. Der Weg führt zunächst vorbei an Orangen- und Zitronenplantagen und Fincas, bevor man recht steil aufsteigen muss. 

Orangenplantage
Orangen so weit das Auge reicht

Wir hatten bei diesem Aufstieg Glück, denn kurz bevor wir oben ankamen, sind wir auf einen Orangensaftverkäufer gestoßen - das war eine willkommene und leckere Pause. 
Man stößt bei diesem Weg gegen Ende dann auf eine bekannte Abzweigung - geht man geradeaus, gelangt man dann nach Deià, nach rechts geht es zum Refugi de Muleta und schließlich nach Port de Sóller. Sicher gibt es auch hier noch andere Abzweigungen, aber da kannten wir uns eben aus.

Wanderweg GR 221
Mit diesem Ausblick über Olivenbäume in Richtung Meer wird man belohnt


Wanderweg GR 221
Blick auf die Bucht von Port de Sóller

Fazit:
Port de Sóller ist ein bezauberndes Örtchen und perfekt geeignet, um mal runter zu kommen und einen kombinierten Bade-Wander-Urlaub zu machen. Wer jedoch auf der Suche nach Trubel und Abwechslung ist, dem wird hier vielleicht schnell langweilig. Der Ort ist klein und man hat im Nu alle Restaurants, Bars und Lädchen durch. Dennoch kann ich Port de Sóller absolut empfehlen, denn die Restaurants und Lädchen, die es gibt, sind toll, das Meer ist klar, der Strand klasse und die Umgebung ist wunderschön.

Ich hoffe, bei meinen Tipps war etwas für euch dabei.
Uns haben vor allem die beiden Wandertage wahnsinnig Freude bereitet. Wir haben die Wege sehr genossen, auch wenn es anstrengend, zum Teil krachselig war und man wirklich seine Schritte mit bedacht setzen muss.

Wie steht ihr zu Mallorca? Habt ihr auch persönliche Highlights?
Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit NicelittlethingsaroundMontagsfreuden und Dienstagsdinge

Sonntag, 26. März 2017

Marrakesch - Farben, Riads, Gewürze und Gaumenfreuden

Ihr Lieben,

dieses Jahr steht für mich wieder unter dem Zeichen toller Reisen.
Nicht nur privat habe ich einige schöne Pläne, auch beruflich bin ich viel unterwegs.
Meine letzte Reise ging nach Marrakesch. Und auch wenn es Arbeit war, ich entsprechend nicht privat unterwegs war und somit auch nicht viel Zeit hatte, mich umzusehen, so konnte ich dennoch einige wunderbare Eindrücke mitnehmen.

Und so habe ich heute ein paar Tipps für euch, vielleicht plant ihr ja demnächst eine Reise nach Marrakesch.

Wir hatten das Glück und waren mitten in der Medina in einem wunderbaren Riad untergebracht. Das faszinierende daran ist: man läuft durch laute und übervolle Gassen, erreicht die Tür des Riads, tritt ein - und mit einem Mal ist man von einer wunderbaren Stille umgeben.
Herrlich!
Riads sind immer ähnlich aufgebaut. Man findet einen oder mehrere Innenhöfe, die wie kleine Gärten angelegt sind. Manchmal findet man im Zentrum dieser Höfe auch einen kleinen Pool. Die Zimmer und sonstigen Räumlichkeiten sind um diese Innenhöfe herum gebaut - und oben befinden sich herrliche Dachterrassen, die einem einen tollen Blick über Marrakesch bieten - oft sieht man am Horizont sogar das schneebedeckte Atlas-Gebirge. Marrakesch  - eine Stadt der Gegensätze.

Ich kann euch zwei Riads empfehlen, die zugegebener Maßen nicht die günstigsten sind. Doch sie sind ganz bezaubernd und die Menschen, die dort arbeiten, sind unglaublich herzlich.
Das Riad Azzar ist ein kleines aber feines Riad, geführt von einem holländischen Ehepaar, das vor einige Jahren sein Zuhause in Marokko gefunden hat.

Riad Azzar Marokko
Bei Nacht noch zauberhafter: Das Riad Azzar Marokko

Riad Azzar Marokko
Doch auch bei Tag ist es wunderschön!
Das andere Riad, das Riyad El Cadi, wurde vom ehemaligen deutschen Botschafter gegründet als Rückzugsort für Liebhaber von Kunst und Kultur. Heute wird es liebevoll von den Töchtern Julia Bartels und ihrer Schwester geführt. Wer Lust auf einen Kochkurs hat - auch das wird hier geboten!

Riyad El Cadi
Über den Dächern von Marrakesch - auf der Dachterrasse des Riyad El Cadi
A propos Essen: Das kann man in Marrakesch ganz wunderbar! Ich muss zugeben, ich hatte keine Gelegenheit mal etwas von den zahlreichen Garküchen zu probieren, hätte es aber gerne getan.
Aber auch wer sich da nicht ran traut, findet tolle Restaurants, in denen es natürlich die typischen Tajine-Gerichte gibt, aber auch viele Gemüse-Gerichte, Salate und natürlich Couscous.
Ein tolles Restaurant, das ich euch ans Herz legen möchte, ist das Nomad. Tolle Location, insbesondere die Dachterrasse, und leckere Gerichte. Top!

Couscous mit Rind
Leckerstes Couscous mit Rind im Nomad 

Die marokkanische Küche ist für ihre Vielfalt und ihre harmonischen Kombinationen, die sich aus berberischen, andalusischen, afrikanischen, jüdischen und osmanischen Einflüssen zusammen setzen, bekannt. Marokko bildet auch hier eine Brücke zwischen dem Orient, Afrika und Europa.
Wenn ihr auch zu Hause marokkanisch kochen möchtet, nehmt euch gleich ein paar Gewürze mit. Ich habe mich mit Harissa, Ras-el-Hanout, Safran und natürlich Kreuzkümmel eingedeckt. Und das zu wahnsinnig günstigen Preisen - vorausgesetzt ihr lasst euch auf das obligatorische Handeln ein. Aber nach ein bisschen Üben macht das sogar richtig Spaß! Und die Händler, die mir begegnet sind, waren alle total nett.

Gewürze in den Souks von Marrakesch
Gewürzvielfalt in den Souks von Marrakesch

Also, ich bin total angefixt, ich liebe diese Küche.
Ich habe kein rein marokkanisches Kochbuch zu Hause, aber eines mit tollen Rezepten aus dem Orient: Persiana von Sabrina Ghayour.
Und daraus habe ich gleich mal zwei Rezepte ausprobiert (wie immer leicht variiert), die mich auch zu Hause gedanklich und geschmacklich zurück nach Marokko führen - vor allem wenn ich sie in meinen zauberhaften marokkanischen Schälchen als Mezze anrichte.

Marrakesch und seine Küche


Auberginen à la Chermoula
Für 6 kleine Mezze-Portionen braucht ihr

  • Olivenöl
  • 2 Auberginen, in Würfel (etwa 2,5 cm) geschnitten
  • Meersalz
  • 1 Schalotte, in dünne Scheiben geschnitten
  • 3 Knoblauchzehen, geschält und mit etwas Salz im Mörser zu einer Paste zerstoßen
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 1 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1/2 rote Paprikaschote, in dünne Streifen geschnitten
  • 1 Handvoll Sultaninen
  • 400 g stückige Tomaten
  • 3 EL Rotweinessig
  • 2 El Honig


Auberginen à la Chermoula

Gebt etwas Olivenöl in eine große Pfanne und bratet die Auberginen goldbraun an. Salzt sie und lasst sie schön braun werden, dann gebt ihr sie in eine Schüssel.
Schwitzt in derselben Pfanne die Schalottenscheiben bei reduzierter Hitze an. Gebt dann die Knoblauchpaste, Kreuzkümmel, Zimt und Paprikapulver hinzu. Dann gebt ihr die Paprikastreifen hinein und dünstet sie, bis sie weich sind. Gebt die Sultaninen, etwas Salz und die Tomaten dazu und lasst alles etwa 5 Minuten köcheln. Dann gebt ihr noch den Essig und den Honig hinzu. Dann dürfen auch die Auberginen zurück in die Pfanne und bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten schmoren. Fertig ist ein wahnsinnig leckeres und aromatisches Gericht.

Auberginen à la Chermoula


Dazu schmeckt orientalische Focaccia!
Ihr braucht für ein Brot

  • 125 g saure Sahne
  • 2 TL Meersalz und noch etwas zum Bestreuen
  • 2 TL Zucker
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 550 g Weizenmehl
  • 3 EL Kreuzkümmelsamen
  • 1 EL gemahlener Koriander
  • 1 EL getrocknete Minze
  • 1 TL Chiliflocken
  • 200 ml Olivenöl
  • Thymianblättchen von etwa 4 Stängeln

orientalische Focaccia

Gebt die saure Sahne in eine Rührschüssel und verrührt sie mit 150 ml kaltem und 100 ml heißem Wasser. Mischt Salz, Pfeffer und Hefe unter und gebt dann das Mel, 2 EL Kreuzkümmelsamen, den Koriander, die Minze und die Chiliflocken hinzu. Vermengt alles zu einem Teig (der darf etwas klebrig sein) und lasst ihn etwa 10 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen.
Gebt den Teig dann in eine große Auflaufform oder auch ein tiefes Backblech - Backpapier nicht vergessen - und zieht den Teig auf die gewünschte Größe. Feuchtet dann einen Finger an und drückt mit ihm tiefe Löcher in den Teig (aber nicht durchbohren).
Lasst den Teig dann noch mal zugedeckt etwa 1 Stunde an einem warmen Ort gehen. Kleiner Tipp: bei 30°C im Backofen geht das super und ihr spart euch Zeit.
Träufelt dann das Olivenöl über den Teig - es soll die gesamte Oberfläche bedecken. Nehmt zur Not einen Pinsel zur Hilfe. Bestreut den Teig dann mit Meersalz, den restlichen Kreuzkümmelsamen und den Thymianblättchen. Jetzt kommt das Brot für etwa 25 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Backofen. Wenn es goldbraun ist, ist es fertig.

orientalische Focaccia

Wenn ihr jetzt noch Hummus dazu macht...

Hummus


... und vielleicht ein Joghurt mit Salatgurkenraspeln und Minze, habt ihr ein tolles Essen gezaubert.

Joghurt mit Gurke und Minze

Na? Lust auf Marrakesch bekommen?
Liebste Grüße von Martina

Marokkanische Mezze

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Dieser Post enthält KEINE bezahlte Werbung! Ich bin von den hier beschriebenen Riads, Restaurants und Büchern einfach absolut überzeugt.