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Dienstag, 1. Mai 2018

Leckere Bärlauchzeit - Bärlauch-Frischkäse und Servietten-Knödel mit Bärlauch

Ihr Lieben,

jetzt beginnt wieder die wunderbare Frühlingszeit, in der es die ersten frischen, grünen Genüsse gibt. Ganz vorne mit dabei: Bärlauch! Ich habe Glück: ich muss weder im Wald nach den grünen Blättern mit Knoblaucharoma suchen, noch muss ich sie auf dem Markt oder im Supermarkt kaufen. Ich muss einfach nur meine Eltern besuchen, zum Zwetschgenbaum stampfen und in dessen Schatten Bärlauchernten. Mehr Bio und frischer geht nicht.
Aus Bärlauch lassen sich so leckere Sachen zaubern. Allen voran natürlich Bärlauchbutter und Bärlauchpesto.
Aber heute habe ich zwei feine Rezeptideen für euch - die eine ist ganz schnell umgesetzt, die andere erfordert ein bisschen mehr Geduld.
Fangen wir mal mit der schnellen Variante an.

Bärlauch-Frischkäse mit karamellisierten Walnüssen


Bärlauch-Frischkäse mit karamellisierten Walnüssen


Man nehme:


  • 1 Päckchen Frischkäse ( ich habe natürlich laktosefreien genommen)
  • 10 Bärlauch-Blätter
  • 1 Hand voll Walnüsse
  • 1 TL Honig
  • Etwas Salz


Bärlauch-Frischkäse mit karamellisierten Walnüssen

So geht's:

Hackt den Bärlauch möglichst fein. Hackt auch die Walnüsse, röstet sie in einer beschichteten Pfanne leicht an, gebt dann den Honig dazu und lasst die Nüsse karamellisieren.
Rührt den Frischkäse mit dem Bärlauch cremig, gebt die Nase hinzu, rührt noch mal gut durch und schmeckt dann mit Salz ab.
Super einfach und super lecker!
Auch wenn ihr Besuch bekommt, macht das doch echt was her - auf Baguette ist der Frischkäse ein Traum!

Bärlauch-Frischkäse mit karamellisierten Walnüssen


Bei meinem zweiten Rezept braucht ihr ein wenig mehr Zeit. Aber glaubt mir, das lohnt sich absolut!

Serviettenknödel mit Bärlauch

auf Spargel-Champignon-Gemüse und Bärlauch-Béchamel


Serviettenknödel mit Bärlauch auf Spargel-Champignon-Gemüse und Bärlauch-Béchamel

Zutaten für 4 Portionen

Für die Knödel:

  • 300 g Brötchen - mindestens 3 Tage alt
  • Eine Hand voll Bärlauchblätter
  • 50 g weiche Butter
  • 300 ml Milch
  • 3 Eier
  • Salz und Muskat


Für das Gemüse

  • 1 Päckchen Champigons
  • 1 Bund grüner Spargel


Für die Béchamel-Soße

  • 1/3 Päckchen Butter
  • 4 EL Mehl
  • 500 ml Milch
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 1 TL Bärlauch-Pesto
  • 1 Schluck Weißwein


Serviettenknödel mit Bärlauch


Bereitet die Knödel am besten am Vortag vor - das ist dann weniger stressig.
Schneidet die Brötchen in etwa 1 cm große Würfel und gebt sie in eine Schüssel. Erhitzt die Milch, gebt Muskat und Salz hinzu und gebt sie dann über die Brötchenwürfel. Hackt den Bärlauch und gebt ihn auch dazu. Vermengt alles und deckt die Brötchen dann mit einem Teller an, lasst sie etwa 15 Minuten quellen.
In der Zwischenzeit trennt ihr die Eier. Schlag die Eigelbe zusammen mit der Butter cremig. Die Eiweiße schlagt ihr zusammen mit einer Prise Salz zu Eischnee. Gebt dann zunächst die Eigelbmasse zu den Brötchen und hebt alles gut unter. Dann hebt ihr vorsichtig den Eischnee unter - nicht zu viel rühren, denn die Knödel sollen ja locker bleiben.
Erhitzt reichlich Wasser in einem tiefen, länglichen Bräter oder Topf. Feuchtet ein Küchentuch gut an und verteilt die Brötchenmasse darauf. Formt den Teig zu einer etwa 30 cm langen Rolle und wickelt sie fest in das Geschirrtuch ein. Die Enden verschließt ihr mit Küchengarn. Gebt die Rolle dann für ca. 40 Minuten in das siedende Wasser. Dreht die Rolle einige Male um und beschwert sie z.b. mit einem Deckel, damit der Knödel immer vollständig im Wasser liegt.
Vorsicht beim Herausnehmen - die Rolle ist sehr heiß. Löst den langen Knödel aus dem Küchentuch und lasst ihn abkühlen.

Serviettenknödel mit Bärlauch


Für das Gemüse putzt und schneidet ihr den grünen Spargel und die Champignons und bratet beides in Olivenöl mit etwas Salz und Pfeffer an. Das war's schon.

Für die Béchamel lasst ihr die Butter in einem Topf schmelzen, gebt dann das Mehl und dann die Milch hinzu. Gut rühren, sonst entstehen Klümpchen. Ist euch die Soße zu dick, gebt mehr Milch hinzu. Ist sie zu dünn, nehmt noch etwas Mehl. Schmeckt die Soße mit Salz, Pfeffer, Muskat, Bärlauchpesto und etwas Weißwein ab.

Schneidet von der Knödelrolle etwa 5 cm dicke Scheiben ab und bratet sie in einer Pfanne von beiden Seiten an. Gebt das Gemüse auf einen Teller, drapiert die Serviettenknödel darauf und gebt etwas Gärlauch-Soße darüber.
Lecker? Absolut!

Serviettenknödel mit Bärlauch


Ich mache dann lieber gleich noch ein bisschen Bärlauchpesto auf Vorrat, damit ich gut durch's Jahr komme.

Bärlauch-Pesto


Was ist euer liebstes Bärlauch-Rezept?
Liebste Grüße von Martina

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Sonntag, 22. April 2018

Pasta al Ragù - oder Glück auf dem Teller

Ihr Lieben,

also, für mich ist es einfach Fakt: Essen macht glücklich. Und zwar stufenweise. Es gibt Essen, das macht glücklich, weil es einfach satt macht. Und dann gibt es Essen, das macht noch mehr. Das macht einen selig und so grundzufrieden. Es fällt mir schwer, Menschen zu verstehen, die nicht mit Genuss essen können, für die eine Malzeit nur Mittel zum Zweck ist. Klar, jeder von uns stopft auch mal schnell was in sich hinein, vor allem aus Zeitmangel. Aber es gibt für mich kaum etwas Schöneres, als mit Zeit und Genuss ein köstliches Mahl zu mir zu nehmen.
Das ist auch einer der Gründe, warum ich diesen Blog schreibe: Weil ich die Freude am Essen so gerne teile. Und heute teile ich wieder ein super leckeres, selig-machendes Rezept mit euch:

Pasta al Ragù


Pasta al Ragù


Das ist eines dieser Gerichte, die mit Geduld zubereitet und mit Freude gegessen werden wollen. Und es lohnt sich durchaus, etwas mehr zuzubereiten, denn erstens schmeckt es nach dem ersten Aufwärmen noch ein bisschen besser und zweitens lässt es sich auch super einfrieren.

Zutaten für einen großen Topf voll leckerem Ragu:

  • 1 kg Rinderschmorbraten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 kg stückige Tomaten aus der Dose/dem Tetrapack
  • ein Stamperl Portwein
  • 500 ml trockener Rotwein
  • 1 Aubergine
  • eine gute Handvoll schwarze, entsteinte Oliven
  • 1/2 Päckchen Champignons
  • Salz, Pfeffer, 4 Zweige Thymian, 1 Zweig Rosmarin und 4 Lorbeerblätter

Pasta al Ragù


So geht's:

Schneidet das Fleisch in Würfel (wie für Gulasch). Gebt Olivenöl in einen Schmortopf oder Bräter und bratet darin zunächst den Knoblauch an. Dann kommt das Fleisch hinzu - bratet es rundherum bei großer Hitze gut an. Löscht es dann zunächst mit dem Portwein ab, dann gebt ihr den Wein und die Tomaten hinzu. Salzt und pfeffert alles und gebt Thymian, Rosmarin und die Lorbeerblätter hinzu. Lasst das Fleisch nun mindestens eine Stunde bei geringer Hitze schmoren. In der Zwischenzeit könnt ihr die Champignons putzen und viertelt und die Aubergine in Würfel schneiden. Die Oliven schneidet ihr in Ringe. Gebt alles frühestens nach einer Stunde zum Fleisch und lasst alles eine weitere Stunde köcheln. Nehmt die Fleischstücke dann heraus und zerrupft sie mit einer Gabel. Dann kommt das Fleisch zurück in den Topf. Lasst es noch mal mindestens 15 Minuten köcheln, entnehmt die Kräuterzweige und -blätter und schmeckt das Ragu mit Salz und Pfeffer ab. In der Zwischenzeit könnt ihr die Pasta al dente kochen. Dann ab auf den Teller, eine große Portion Ragù oben drauf, etwas Parmesan drüber - und selig sein!

Pasta al Ragù


Wie ist das bei euch? Seid ihr auch solche Genussmenschen? Bestimmt, sonst wärt ihr sicher nicht bei mir zu Besuch, oder?
Liebste Grüße von Martina

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Donnerstag, 5. April 2018

Fleischpflanzern meets Italien: Kartoffel-Bohnen-Hackbällchen-Auflauf

Ihr Lieben,

ich finde es immer wieder faszinierend, wie man Emotionen über Essen steuern kann. Also zumindest funktioniert das bei mir. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass der Geruch dabei eine ganz große Rolle spielt. Ein bestimmter Duft aus der Küche versetzt mich sofort in vergangene Situationen oder Gefühle. Rieche ich Apfelstrudel, dann denke ich an meine eine Oma. Rieche ich Bohnensuppe, dann an meine andere Oma. Gerüche können ein heimeliges Gefühl auslösen und direkt entspannend wirken. Oder eben auch riesigen Hunger auslösen.
Der Geruchssinn ist entwicklungsgeschichtlich tatsächlich unser ältester Sinn. Doch warum wird für uns ein Duft immer direkt zu einer Emotion? Das liegt daran, dass unsere Nase ohne Umwege mit dem Gefühlszentrum im Gehirn, dem sogenannten limbischen System, verbunden ist. So werden Gerüche immer direkt mit Erlebnissen und Gefühlen zusammen im Gehirn abgespeichert.
Wollt ihr noch mehr über unseren Geruchssinn erfahren? Ich habe eine interessante Seite gefunden: dasGehirn.info.

Bei einem Duft bin ich so ein bisschen wie ein Trüffelschweinchen - meine Mama kann nämlich noch so sehr versuchen, mich mit ihren unglaublich leckeren Fleischküchle zu überraschen und sie zu verstecken - sie hat da keine Chance, ich finde sie sofort! Und sie sind nach wie vor meine Leibspeise - dafür lasse ich wirklich alles andere stehen!
Ich selbst mache die Fleischküchle, wie man sie in Franken nennt, so gut wie nie, weil so gut wie bei Mama schmecken sie bei mir sowieso nicht. Aber vielleicht muss ich das Rezept dann doch irgendwann mal mit euch teilen... Aber heute gibt es erstmal ein anderes - ein leicht abgewandeltes Rezept für mediterrane Fleischpflanzerl. Die sind auch super lecker und schnell gemacht.

Mediterraner Kartoffel-Bohnen-Hackbällchen-Auflauf


Mediterraner Kartoffel-Bohnen-Hackbällchen-Auflauf von oben


Zutaten für eine Auflaufform für 2 Portionen:

  • 250 g gemischtes Hackfleisch
  • 1 Ei
  • 2 EL mittelscharfer Senf
  • 100 g Semmelbrösel
  • 10 getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten - in Würfel geschnitten
  • 100 g Parmesanraspeln
  • 6 mittelgroße gekochte Kartoffeln
  • 250 g Prinzessbohnen aus der Dose
  • 100 g schwarze entsteinte Oliven
  • 200g stückige Tomaten
  • Rosmarin, Thymian, Oregano und Salbei - grob gehackt
  • Salz und Pfeffer


Mediterraner Kartoffel-Bohnen-Hackbällchen-Auflauf Detail


Zubereitung:

Vermischt das Hackfleisch mit dem Ei, dem Senf, den Semmelbröseln, Würfel von 4 getrocknete Tomaten, 2 EL Parmesanraspeln und etwas Salz und Pfeffer. Formt daraus kleine Bällchen.
Vermischt in einer Schüssel die stückigen Tomaten, die restlichen getrockneten Tomaten, die Kartoffeln, die Bohnen, die Oliven und die Kräuter, würzt alles mit Salz und Pfeffer und gebt die Mischung in eine eingeölte Auflaufform. Verteilt die Hackbällchen darauf und streut den restlichen Parmesan darüber.



Mediterraner Kartoffel-Bohnen-Hackbällchen-Auflauf


Dann gebt ihr die Auflaufform in den auf 180°C vorgeheizten Backofen. Nach 30 Minuten schaltet ihr für etwa weitere 10 Minuten die Drillfunktion ein.
Fertig ist ein leckeres Essen, das wirklich super easy zubereitet ist.


Mediterraner Kartoffel-Bohnen-Hackbällchen-Auflauf Teller


Habt ihr auch ein absolutes Lieblingsessen oder einen bestimmten Geruch, der euch sofort in eine bestimmte Zeit versetzt? Und wie nennt ihr Fleischküchle eigentlich?

Viel Freude beim Nachkochen!
Liebste Grüße von Martina

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Dienstag, 20. März 2018

Genießen wie in Italien - mit Puten-Involtini

Ihr Lieben,

ja, ich bin gerade sehr gesundheitsbewusst unterwegs. Ich versuche, Zucker zu reduzieren, auch Weizenmehl kommt gerade nicht so oft auf den Tisch, ich esse vorwiegend Gemüse und halte mich ans Intervallfasten Das ist ja alles gut und schön und klappt auch wunderbar. Aber manchmal muss man einfach schlemmen. Ich esse viel zu gerne, als dass ich mich dauerhaft total kasteien möchte. Und Schlemmen heißt ja auch nicht gleich, dass es ungesund sein muss. Im Gegenteil! Gerade die mediterrane Küche zeigt ja, dass man Gesundes ganz wunderbar lecker zubereiten kann.
Deswegen habe ich heute auch etwas Leckeres aus der italienischen Küche für euch - und das ist wirklich soooo lecker! Um mein Gewissen dann doch etwas zu besänftigen, habe ich statt Weizennudeln einfach Dinkel-Pasta gekocht. Aber das könnt ihr natürlich so handhaben, wie es euch am besten schmeckt.

Rezept für Puten-Involtini


Puten-Involtini

Zutaten für 4 Portionen:


  • 4 dünne Putenschnitzel
  • 1 Glas getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
  • 4 Scheiben Parmaschinken
  • 1 Becher Frischkäse 
  • 150 ml Weißwein
  • 150 ml Geflügelfond
  • 200 g Champignons (frisch oder auch aus dem Glas)
  • ein paar Kirschtomaten
  • frischen Oregano
  • Salz und Pfeffer
  • 400 g Pasta nach Geschmack


Puten-Involtini

Und so geht's:

Lasst die Tomaten abtropfen und fangt dabei etwas von dem Öl auf. Wascht die Putenschnitzel, tupft sie trocken, halbiert sie und klopft sie flach. Ich mache das immer mit einem schweren Topf, da ich keinen Fleischklopfer besitze.
Salzt und Pfeffert die Schnitzel, belegt sie jeweils mit einer halben Scheibe Parmaschinken und einer getrockneten Tomate, rollt sie auf und steckt die Röllchen mit Zahnstochern fest. Je dünner die Schnitzel sind, desto besser geht das natürlich. Aber es macht auch nichts, wenn ihr die Schnitzel nur zusammenklappt, das schmeckt ja genauso lecker.
Die übrigen Tomaten schneidet ihr in Würfel, die Champignons (sofern ihr frische verwendet) putzt ihr und schneidet sie in Scheiben. Die Kirschtomaten viertelt ihr.

Erhitzt nun etwas Öl von den getrockneten Tomaten in einer tiefen Pfanne und bratet die Puten-Involtini von allen Seiten gut an. Nehmt sie dann aus der Pfanne, gebt dann den Frischkäse mit dem Wein und dem Fond in die Pfanne und verrührt alles am besten mit einem Schneebesen. Dann kommen die getrockneten Tomaten, die Champignons, die Kirschtomaten und der frische Oregano hinzu. Hebt euch vom Oregano ein paar Blättchen zur Deko auf. Lasst alles aufkochen und gebt dann die Puten-Röllchen auf die Soße. Deckt die Pfanne dann mit einem Deckel ab und lasst die Puten-Röllchen etwa 15 Minuten schmoren.
In der Zwischenzeit könnt ihr die Pasta al dente kochen.

Puten-Involtini


Verteilt die Pasta dann auf die Teller und richtet die Puten-Involtini darauf an (am besten ohne Zahnstocher, aber mit hält es besser zusammen) - schön viel Soße dazu und etwas Oregano drüber - sieht das nicht fantastisch aus? Und es schmeckt auch so!
Die Italiener wissen einfach, was lecker ist!

Puten-Involtini


Viel Freude beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!
Liebste Grüße von Martina

Verlinkt mit decorize, FreutagCreadienstagDienstagsdinge und #sonntagsglück
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Freitag, 23. Februar 2018

Tajine mit Huhn, Salzzitronen, Kürbis und Aubergine - aus der Cocotte

Ihr Lieben,

so ziemlich vor einem Jahr war ich ein paar Tage in Marrakesch. Das war zwar beruflich, dennoch erinnere ich mich so gerne daran. Die Farben, die Gerüche, die Ruhe in unserem bezaubernden Riad... Ach, ich habe Fernweh... Den Blogbeitrag zu meiner Marrakesch-Reise findet ihr übrigens hier.
Eine Marrakesch-Reise steht dieses Jahr leider nicht auf dem Programm. Aber vielleicht sollte ich doch ein spontanes, verlängertes Wochenende planen.
Was hilft bei euch am besten gegen Fernweh? Mir hilft es, in Reisführern zu schmökern und zu träumen - und natürlich Kochen!
Und was ist wohl typischer für Marrakesch, als eine leckere Tajine? So nennt man in Marokko bzw. der nordafrikanischen Küche nicht nur ein rundes, aus Lehm gebranntes Tongefäß mit einem spitzen Deckel, sondern auch die darin zubereiteten Speisen. Eigentlich wollte ich mir letztes Jahr eine hübsche Tajine im Souk kaufen, jedoch hat mir die Eigentümerin unseres Riads davon abgeraten, eine von diesen wunderschön farbig-gemusterten Tongefäßen zu kaufen, da man oft nicht weiß, welche Farbe verwendet wird und ob diese beim Erhitzen nicht u.U. sogar ungesunde Dämpfe aussondern würde. Und ein ungemustertes Tontöpchen wollte ich mir dann auch nicht kaufen. Also besitze ich leider keine Tajine, aber ich besitze einen Schmortopf - eine Cocotte. Und ich finde, wenn man in Marrakesch schon französisch spricht, dann darf man die Tajine auch in der Cocotte zubereiten. Was meint ihr?
Also, ich hab's versucht und das Ergebnis ist: lecker!
Aber auch wenn ihr weder eine Tajjine, noch eine Cocotte besitzt, so könnt ihr eine feine Tajine auch in einem Bräter oder einem hohen Topf zubereiten. Letztlich geht es vor allem ums Schmoren.

Rezept für Tajine mit Huhn, Salzzitronen, Kürbis und Auberginen


Tajine mit Huhn, Salzzitronen, Kürbis und Aubergine


Für 4 Portionen braucht ihr:


  • 2 Hühnchenbrustfilets
  • 1/2 Hokkaido-Kürbis
  • 1 Aubergine
  • 1 Salzzitrone
  • 1 Hand voll Rosinen
  • 1 Hand voll Mandelspalten
  • 300 ml Flüssigkeit - ich habe 200 ml Hühnerfond und 100 ml Wasser verwendet
  • 2 TL Ras-el-Hanout-Gewürzmischung
  • 1 TL Harrissa (oder auch mehr, wenn ihr gerne scharf esst)
  • Salz, Pfeffer
  • 200 g Couscous
  • Olivenöl


Tajine aus der Cocotte

So geht's:

Wascht die Hähnchenbrustfilets, tupft sie gut trocken und schneidet sie dann in Würfel.
Auch den Hokkaido-Kürbis und die Aubergine schneidet ihr in Würfel (etwa 2x2cm).
Erhitzt etwas Olivenöl in der Cocotte. Bratet darin die Hühnchenstücke von allen Seiten an, gebt dann das Gemüse hinzu und bratet es ebenso etwas an. Würzt alles mit Salz und Pfeffer und löscht dann mit Fond/Wasser ab. Deckt die Cocotte dann zu uns lasst Huhn und Gemüse bei geringer Hitze etwa 30 Minuten schmoren.
Schneidet in der Zwischenzeit die Salzzitrone in kleine Würfel. Nach 30 Minuten gebt ihr die Salzzitronen-Stückchen, die Mandeln, die Rosinen und die Gewürze hinzu und lasst alles weitere 10 Minuten schmoren. Dann kommt der Couscous dazu - ihr könnt auch Bulgur verwenden. Der Couscous saugt nun die Flüssigkeit auf und wird dabei weich. Das dauert etwa 10 Minuten. Bei Bedarf könnt ihr noch etwas Flüssigkeit hinzugeben. Schmeckt die Tajine dann ab - dann ist sie bereit, serviert zu werden.
Natürlich könnt ihr den Couscous auch separat zubereiten und zur Tajine reichen. Aber ich mag es, wenn das Getreide den Geschmack der Soße direkt mit annimmt und man alles aus einem Topf hat - ein One-Pot-Gericht also.

Tajine mit Huhn, Salzzitronen, Kürbis und Aubergine


Dieses Gericht riecht fantastisch und schmeckt auch so.
Die einzige Herausforderung dabei: Salzzitronen sind nicht so leicht zu bekommen oder kosten ein kleines Vermögen. Ich stelle sie daher einfach selbst her.

Rezept für Salzzitronen

Ihr braucht dazu:


  • unbehandelte Bio-Zitronen
  • den Saft von 2 Zitronen
  • grobes Meersalz
  • 4 EL Olivenöl
  • heißes Wasser
  • ein steriles Einmachglas (ich koche die Gläser zum Sterilisieren aus)


Salzzitronen

So geht's

Presst aus zwei Zitronen den Saft aus.
Wascht die übrigen Zitronen gründlich unter heißem Wasser. Dann schneidet ihr sie über einer Schale  längs von der Spitze in Viertel - schneidet sie aber nicht ganz durch, so dass sie am Boden zusammenhalten. Gebt nun auf die Schnittflächen reichlich Meersalz, dann drückt ihr die Zitronen fest zusammen und gebt sie ins Einmachglas. Die Zitronen dürfen ganz fest aneinander liegen.
Gießt den aufgefangen Saft aus der Schale und den ausgepressten Saft darüber, gebt noch 2 TL Meersalz und 4 EL Olivenöl ins Glas und es dann mit heißem Wasser auf. Macht das Glas sofort zu und bewahrt es an einem dunklen, kühlen Ort mindestens 4 Wochen auf. Gelegentlich könnt ihr das Glas kippen, um alles gut zu vermengen. Nach 4 Wochen sind die Salzzitronen fertig - sie halten sich im geschlossenen Glas aber gut ein Jahr, wenn nicht sogar länger.
Mit den Zitronen könnt ihr nicht nur orientalische Gerichte verfeinern, auch in mediterranen Speisen machen sie sich gut.

Tajine mit Huhn, Salzzitronen, Kürbis und Aubergine


Wie sieht es bei euch aus? Besitzt ihr eine Tajine? Und kocht ihr auch viel damit?
Liebste Grüße von Martina

Verlinkt mit Freutag, Samstagsplausch und #sonntagsglück

Freitag, 19. Januar 2018

Wie schmeckt mir Rosenkohl am besten? Na in einer Rosenkohl-Lachs-Quiche!

Ihr Lieben,

als ich klein war, gab es bei uns zu Hause nie Rosenkohl. Ganz einfach, weil meine Mutter ihn nicht mochte. Also habe auch ich mich erst viele Jahre später an diese Kohlart herangetraut. Und ich muss sagen: Ich finde ihn toll! Aber ich glaube, dass es hier, wie so oft, sehr auf die Zubereitung ankommt. Wenn der Rosenkohl zerkocht und bitter ist, ist er ganz bestimmt nicht lecker. Und ich denke, genauso hat ihn meine Mama in Erinnerung. Aber wenn man ihn zum Beispiel ein paar Minuten blanchiert und dann in der Pfanne mit etwas Honig karamellisiert - mmmmh... so lecker!
Heute packe ich den Rosenkohl für euch in eine leckere Quiche.
Das Rezept reicht für eine normale Quiche. Neulich hatte eine liebe Kollegin ein Quiche in einer kleinen Auflaufform dabei. Sie teilt ein Rezept für eine normale Quiche immer auf 4 Förmchen (je nach Größe der Förmchen) auf. Und ich dachte mir: Mensch, Martina, da hättest du aber auch mal drauf kommen können! Das ist so ja auch ganz praktisch! Denn entweder ihr friert dann ein paar Förmchen ein und habt ein tolles Mittagessen fürs Büro - oder, wenn ihr Besuch habt, hat jeder sein eigenes Förmchen, was ja auch total nett ist.
Ich fand die Idee so toll, dass ich diesmal auch 4 kleine Quiche gemacht habe - und so kamen auch gleich meine neuen Lieblingsförmchen wieder zum Einsatz.

Rezept für Rosenkohl-Lachs-Quiche


Rosenkohl-Lachs-Quiches

Zutaten für eine große Form oder 4 kleine Förmchen


Für den Teig

  • 250 g Mehl
  • 100 g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz


Rosenkohl-Lachs-Quiches


Für die Füllung

  • ca. 350 g Rosenkohl
  • 150 g geräucherter Lachs
  • 200 g Sauerrahm
  • 100 g Schmand
  • 4 Eier
  • 100 g geriebener Parmesan
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatpulver


Rosenkohl-Lachs-Quiches

So geht's 

Aus Mehl, Butter, ei und Salz knetet ihr einen Teig, formt ihn zur Kugel, wickelt ihn in Frischhaltefolie und gebt ihn für eine halbe Stunde in den Kühlschrank.
In der Zwischenzeit putzt ihr den Rosenkohl, in dem ihr den kleinen Strunk etwas abschneidet und die äußeren Blätter entfernt. Halbiert die Röschen und blanchiert sie in Salzwasser etwa 3 Minuten. Schreckt sie dann mit kaltem Wasser gut ab, so behält der Rosenkohl seine schöne grüne Farbe, und lasst ihn gut abtropfen.
Schneidet den Lachs in Stücke, es 3cm x 3cm.
Verquirlt das Ei mit dem Schwand, der sauren Sahne, dem Parmesan und den Gewürzen. Gebt dann den Rosenkohl und den Lachs hinzu und rührt alles gut unter.
Teilt den Teig in 4 Portionen. Ihr könnt ihn nun ausrollen - ich forme ihn jedoch immer mit den Händen und passe ihn in die eingefetteten Förmchen so ein, dass ein Rand von etwa 3 cm entsteht.
Dann füllt ihr die Eier-Rosenkohl-Masse hinein und gebt die Förmchen für etwa 35 bis 40 Minuten in den auf 180°C vorgeheizten Ofen.

Rosenkohl-Lachs-Quiches


Wie steht ihr zu Rosenkohl? Also ich freue mich jetzt schon auf meine Mittagspausen-Rosenkohl-Quiche!
Und mit diesem leckeren Rezept mache ich mit beim tollen Blogevent von Jessis Schlemmerkitchen, die damit ihren 3. Bloggeburtstag feiert. Happy Birthday, und mach weiter so!


Blogevent Jessis Schlemmerkitchen



Liebste Grüße von Martina

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Freitag, 29. Dezember 2017

Silvester 2017 - ein paar Gedanken und ein leckerer Nachtisch

Ihr Lieben,

könnt ihr es glauben? Weihnachten ist bereits vorbei - und nun auch bald das Jahr 2017! Also ganz ehrlich: Mir geht das alles zu schnell. Wo ist dieses Jahr geblieben? Und oh ja, ich weiß, dass ich mich wie eine alte Frau anhöre. Aber wenn die Zeit so weiter rennt, bin ich das bald auch!
Kurz vor dem Jahreswechsel werde ich immer sehr sentimental und nachdenklich. Ich stöbere dann in meinem Jahres-Tagebuch, denke über das vergangen Jahr nach und überlege mir, was ich mir für das neue Jahr wünsche oder vornehme.
Letztes Jahr hab eich meine Bucket List mit euch geteilt - und ich muss zugeben: Nicht hinter jedem Punkt kann ich ein Häkchen setzen. Das ist jetzt nicht wirklich schlimm, aber ein paar Punkte kommen auch 2018 wieder auf die Liste.
Ja, wie war nun dieses Jahr 2017.
Anfang des Jahres hatte ich mir eine Postkarte gekauft, die auf den ersten Blick nur aus Buchstaben beseht - aber wenn man genauer hinsieht, kann man Wörter erkennen. Die ersten drei Wörter sollten das kommende Jahr beschreiben. Ich hatte auf Anhieb 4 Wörter entdeckt: spontan, harmonisch, schwungvoll und magisch.
Spontan war es, denn ich musste mich dieses Jahr immer mal wieder als sehr flexibel erweisen.
Harmonisch war es dagegen nicht immer, es war nämlich eher ein "reinigendes" Jahr für mich.
Schwungvoll - oh ja, durchaus.
Magisch war es auch, jedoch in einer anderen Form, als ich das gedacht hätte.
Das Jahr hatte für mich unglaubliche Höhen aber auch unfassbar schmerzliche Tiefen. Es gab sehr schmerzvolle Abschiede, aber auch herzergreifende Begegnungen.
Wie war es bei euch?

Nun gut, nun heißt es aber, voran zu blicken - neues Jahr, neues Glück.
Weil ich die Postkarte so toll fand, habe ich nun auch eine für euch kreiert. Die ersten 3 Wörter, die ihr findet, sind eure zentralen Themen für 2018. Wie auch immer ihr sie interpretiert.

Glückskarte_2018

Habt ihr Lust darauf? Dann könnt ihr euch die Postkarte hier herunterladen.

Aber bevor wir nun zu sehr ins Grübeln geraten, denken wir doch lieber noch an die bevorstehende Silvesternacht!
Ich brauche an Silvester ja keine riesige Party. Mir ist es wichtig, die Zeit mit lieben Menschen zu verbringen - und das müssen auch gar nicht viele sein. Und es muss was leckeres zu trinken und zu essen geben. Ich brauche auch kein Feuerwerk - ich verstecke mich da ja lieber hinter einer Glasscheibe. Wie ist das bei euch?
Was an Silvester natürlich nicht fehlen darf, sind Bubbles - Sektchen, Prosecco oder gerne auch mal Champagner. Und wenn wir schon bei Gaumenfreuden sind: Warum nicht gleich ein paar Bubbles mit ins Dessert mischen? Ich hätte da ja eine Idee und ein Rezept für euch:

Panna Cotta mit Prosecco und Cranberry-Gelee


Prosecco-Panna-Cotta mit Cranberry-Gelee


Für 4 Portionen braucht ihr:


Für die Panna Cotta
  • 400 ml Sahne
  • 100 ml Prosecco
  • 2 EL Sirup nach Wahl – ich habe Rhabarber-Sirup verwendet
  • 2 EL Rohrzucker
  • 6 Blatt Gelatine

Für 2 Gläser Cranberry-Gelee:
  • 150 g frische Cranberries
  • 100 g Gelierzucker
  • 100 ml Prosecco
  • ½ TL Zimt
  • Das Markt einer Vanilleschote

Prosecco-Panna-Cotta mit Cranberry-Gelee

Und so geht’s:

Weicht die Gelatine in kaltem Wasser ein. Kocht die Sahne mit dem Sirup und dem Zucker kurz auf. Nehmt den Topf dann vom Herd und gebt den Prosecco hinzu. Nehmt dann die Gelatine aus dem Wasser, drückt sie gut aus und rührt sie mit dem Schneebesen unter die heiße Sahne. Füllt die Sahne in Gläser ab und stellt sie kalt.

Gebt die Cranberries mit dem Gelierzucker, dem Zimt und dem Mark der Vanilleschote in einen hohen Topf und bringt sie zum Kochen. Wenn die Cranberries heiß werden, platzen sie auf – also Vorsicht vor Farbspritzern. Zerstoßt die Cranberries dann noch mit einem Kartoffelstamper und lasst sie ein paar Minuten sprudelnd kochen. Gebt dann den Prosecco dazu, rührt ihn unter und füllt das Gelee dann in Gläser ab – ihr könnt etwa 2 Gläser füllen – und wenn ihr nicht alles für die Panna Cotta braucht, habt ihr gleich noch einen leckeren Brotaufstrich fürs Neujahrsfrühstück.

Wenn Panna Cotta und Gelee abgekühlt sind, gebt ihr eine Schicht Gelee auf die Panna Cotta. Fertig ist ein leckerer Silvester-Nachtisch.


Prosecco-Panna-Cotta mit Cranberry-Gelee


Was plant ihr an Silvester? Ein rauschendes Fest, eine kleine gesellige Runde?
Ich wünsche euch auf jeden Fall eine wunderbare Silvesternacht und einen guten Start in ein glückliches, gesundes und tolles neues Jahr! Zum Wohl!
Liebste Grüße von Martina

Happy Silvester!

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Dienstag, 14. November 2017

Cremiges Kürbis-Champignon-Risotto

Ihr Lieben,

viele trauen sich an Risotto ja nicht so heran. Man hört, es ist aufwendig, man muss immerzu rühren, es dauert lange. Ja, das stimmt schon - Risotto muss mit Liebe und Geduld gemacht werden. Aber ganz ehrlich: Es lohnt sich! Ein cremiges, geschmacksintensives Risotto ist einfach so was Feines. Und da es das ja auch nicht bei jedem Italiener gibt, muss man sich einfach mal selbst heran wagen.
Ich war vor Kurzem bei einem Kochkurs, da wurde auch ein Risotto zubereitet - und zwar nicht, wie ich das sonst gemacht habe, in einem Topf, sondern in einer Pfanne. Ich war davon total begeistert, es klappt so nämlich noch viel besser. Die Fläche ist größer, man hat die Flüssigkeit besser unter Kontrolle, die Reiskörner werden besser bedeckt - also wirklich ein top Tipp!

Ich mache Risotto in der Regel gerne als Beilage, zum Beispiel zu Saltimbocca oder auch gebratenem Lachs. Heute habe ich aber ein Rezept für euch dabei, dass sich auch super als Malzeit an sich eignet. Dennoch habe ich noch einen Garnelen-Champignon-Spieß in der Grillpfanne dazu gebraten - weil eben lecker und weil eben auch hübsch.

Rezept für cremiges Kürbis-Champignon-Risotto mit Garnelen-Champignon-Spießchen


Kürbis-Champignon-Risotto mit Garnelen-Champignon-Spießchen

Zutaten für 2 Portionen Risotto

  • 1 kleiner Hokkaido-Kürbis
  • 1 Stange Lauch, geputzt und in dünne Ringe geschnitten
  • 200 g Risotto-Reis
  • 150 ml Weißwein, zum Beispiel Grauburgunder
  • 600 ml Fond nach Wahl, ich habe 300 ml Rinder- und 300 ml Hühnerfond genommen
  • 6 Champignons, geputzt und in Scheiben geschnitten
  • 100 g geriebener Parmesan
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Kürbis-Champignon-Risotto

Zutaten für 6 Garnelen-Champignon-Spieße

  • 12 Garnelen
  • 3 Champignons, geputzt und halbiert
  • Salz und Pfeffer

Garnelen-Champignon-Spießchen

So geht's

Wascht den Kürbis, halbiert ihn, entfernt die Kerne und schneidet ihn in Spalten. Gebt ihn in eine Auflaufform, gebt etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer darüber und gebt die Form bei 200°C etwa 15 bis 20 Minuten in den Ofen. Danach püriert ihr die Spalten.
Gebt etwas Olivenöl in eine Pfanne, dann kommen zunächst der Lauch und dann der Risotto-Reis hinzu. Bratet alles kurz an und löscht dann zunächst mit etwas Wein ab. Und bitte nehmt wirklich guten Wein. Ich kann es nicht oft genug sagen, denn der Geschmack wirkt sich direkt auf euer Essen aus. Reduziert die Hitze, so dass der Reis immer leicht köchelt. Nun heißt es immer wieder Umrühren und immer wieder Flüssigkeit Hinzugeben, so dass der Reis bedeckt ist. Hat der Reis die Flüssigkeit aufgesogen, gießt ihr wieder nach. Und immer wieder Rühren. Am besten macht ihr das mit einem Holzlöffel, sonst zerkratzt ihr die Pfanne. Gebt dann nach etwa 15 Minuten die Champignons und das Kürbispüree hinzu. Und nicht die Flüssigkeit und das Rühren vergessen - solange, bis der Reis gar ist und das Risotto schön cremig. Dann gebt ihr den Parmesan hinzu und schmeckt dann mit Salz ab. 
Während das Risotto dann zu Ende köchelt, könnt ihr die mit Salz und Pfeffer gewürzten Spieße in der Grillpfanne von beiden Seiten braten.

Kürbis-Champignon-Risotto mit Garnelen-Champignon-Spießchen


Fertig ist ein wunderbares Essen, das nicht nur toll aussieht, sondern auch fantastisch schmeckt.

Kocht ihr selbst Risotto und habt ihr ein Lieblingsrezept?
Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit FreutagMmi und decorize

Freitag, 27. Oktober 2017

Ein HochgeNUSS - Maronen-Creme-Suppe

Ihr Lieben,

die liebe Ina von INA IS(S)T hat mal wieder ein tolles Blogevent ins Leben gerufen: Es geht um Nüsse - egal ob Haselnuss, Pistazie oder Mandel. Der treffende Name ist: HochgeNUSS. Es werden leckere Rezepte rund um die knackigen Leckereien gesucht. Da gehe ich doch mit einer meiner liebsten Nüsse ins Rennen - der Esskastanie oder auch Maroni.
Ich liebe es, heiße Maroni auf dem Weihnachtsmarkt zu naschen. Aber sie schmecken mir auch ganz wunderbar als Suppe! Und genau diese Suppe möchte ich euch heute zeigen. Ich gebe zu, das ist keine dieser leichten Suppen, die zum Abnehmen geeignet sind. Nein, diese Suppe eignet sich einfach nur zum Schlemmen und Genießen! An die Kalorien solltet ihr dabei nicht denken. Aber immerhin ist der Fettgehalt von Esskastanien geringer als der anderer Nüsse. Das ist doch schon mal was, oder? Außerdem macht die Suppe satt, also ist man nach einem Teller Suppe einfach glücklich.

Rezept für leckere Maronen-Creme-Suppe 


Maronen-Creme-Suppe

Die Zutaten

Für 2 Teller leckere Maronen-Creme-Suppe braucht ihr:

  • 200 g gegarte Maronen - ihr könnt natürlich auch frische Maronen nehmen und im Ofen rösten, aber so geht es schneller
  • 1 große Kartoffel
  • 1 Stange Lauch
  • 1 EL Olivenöl
  • 150 ml Portwein
  • 200 ml Rinderfond - oder auch Geflügel- oder Gemüsefond
  • ca. 100 ml Wasser
  • 100 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer

Maronen-Creme-Suppe

So geht's

Schält die Kartoffel und schneidet sie in kleine Würfel. Putzt den Lauch und schneidet ihn in Ringe. Die Maronen hackt ihr grob.
Erhitzt das Öl in einem Topf und bratet den Lauch darin leicht an. Dann kommen die Kartoffeln und dann die Maronenstückchen hinzu. Kurz mit anbraten und dann mit dem Portwein ablöschen. Gebt dann den Fond hinzu und noch etwas Wasser und lasst alles für etwa 15 Minuten köcheln, bis die Kartoffelstückchen gar sind. Dann püriert ihr alles mit dem Pürierstab zu einer cremigen Suppe. Gebt dann die Sahne hinzu und, falls euch die Suppe zu dick ist, noch etwas Wasser. Lasst die Suppe noch einmal gut aufkochen und schmeckt dann mit Salz und Pfeffer ab. Fertig!
Ich verfeinere die Suppe gerne noch mit etwas geschlagener Sahne - sieht hübsch aus und macht die Suppe noch mal cremiger.

Maronen-Creme-Suppe


Klingt lecker? Ist auch lecker!
Bis jetzt war zumindest jeder begeistert, der die Suppe probiert hat.
Natürlich kann man auch eine vegetarische oder auch vegane Variante daraus kochen. Aber ich mag sie gerne mit Rinderfond, weil sie dann noch etwas kräftiger schmeckt.

Viel Spaß beim Nachkochen und lasst mich doch gerne wissen, wie euch die Maronen-Creme-Suppe geschmeckt hat!
Liebste Grüße von Martina


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Dienstag, 10. Oktober 2017

Die Herbstküche startet mit einer Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Ihr Lieben

jede Jahreszeit hat leckere Sachen im Repertoire. Im Frühjahr freue ich mich auf Spargel und Bärlauch, im Sommer auf Tomaten und Beeren. Und im Herbst? Ach da kann ich mich dann immer gar nicht entscheiden! Kürbis, rote Beete, und und und.
Das ist das Schöne daran, wenn man vorwiegend saisonal und regional kocht, dann freut man sich so viel mehr, wenn Gemüse Saison hat. Und ganz ehrlich: Dann schmecken die Sachen auch besser!
Momentan findet man wieder überall verschiedenste Kohlsorten - und ich fange heute mal an mit dem Blumenkohl.

Blumenkohl ist im Vergleich zu anderen Kohlsorten etwas leichter verdaulich, ist reich an Vitamin C und hat jede Menge Mineralstoffe.
Es gibt viele tolle Rezepte rund um Blumenkohl - ich mag ihn total gerne als Salat oder auch überbacken aus dem Ofen. Aber am liebsten mag ich ihn eigentlich als Suppe.
Und heute habe ich eine Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe für euch dabei.

Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Für einen großen Topf voll leckerer Suppe braucht ihr:


  • 1 großen Blumenkohl
  • 1 große Stange Lauch (bekommt ihr keine große, nehmt ihr eben zwei kleine
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Muskat
  • 1cm Ingwer - in kleine Würfel geschnitten
  • 2 bis 3 TL Gemüsebrühepulver (am besten ist natürlich selbst gemachtes)
  • 1 EL Salz
  • Pfeffer
  • 100 ml Sahne
  • 1 L Wasser


Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Und so geht's:

Schneidet die starren Blätter vom Lauch ab und schneidet die Stange dann in der Mitte auf. Fächert die Schichten dann etwas auf und wascht den Lauch unter fließendem Wasser, dann schneidet ihr ihn in Ringe.
Schneidet vom Blumenkohl den Strunk und die Blätter ab und wascht in. Die Kartoffeln schält ihr und schneidet sie ihn kleine Würfel.
Gebt Öl in einen hohen Topf und bratet zunächst den Lauch, dann die Kartoffeln darin an. Dann schneidet ihr die Blumenkohlröschen dazu und gebt Ingwer, Kurkuma und Muskat mit in den Topf. In der Zwischenzeit bringt ihr das Wasser im Wasserkocher zum Kochen und löscht das Gemüse damit ab. Dann kommen noch Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe hinzu. Nun lasst ihr das Gemüse etwa 15 bis 20 Minuten köcheln, bis die Kartoffel und der Blumenkohl gar sind. Dann püriert ihr alles zu einer Suppe, schmeckt mit der Sahne ab, nehmt euch einen großen Suppenteller, gebt die Suppe hinein und packt euch damit aufs Sofa, unter eine weiche Decke.
Naja, ok... vielleicht deckt ihr doch den Tisch... aber manchmal - muss ich zugeben - mache ich genau das, wenn es draußen ungemütlich ist.

Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

Wie esst ihr Blumenkohl am liebsten? Und esst ihr manchmal auch einfach auf dem Sofa?
Liebste Grüße von Martina

Blumenkohl-Lauch-Creme-Suppe

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