ninamanie Leckereien Header

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Sonntag, 26. Februar 2017

Schneeschuhwandern, Winterwandern und Höhensonne im Stubaital

Ihr Lieben,

ich habe mir ja für dieses Jahr wieder so einiges vorgenommen. Keine wirklichen ToDos, aber Dinge, die ich gerne angehen oder machen möchte. Und bei einem Punkt auf meiner Bucket List kann ich zumindest schon ein ganz kleines Häkchen machen: Ich habe ein wunderbares Winterwochenende mit meinen Eltern im zauberhaften Stubaital verbracht.
Ans Stubaital habe ich nur gute Erinnerungen. Hier habe ich die allererste richtige Kurve auf meinem Snowboard geschafft, hier hatte ich immer eine gute Zeit!
Als es also nun darum ging, Mamas Geburtstagsgeschenk endlich einzulösen, habe ich direkt ans Stubaital gedacht: Schön ist es da, schneesicher auch -  also top!
Und was soll ich sagen? Es war einfach toll!
Wir hatten solches Glück: als wir ankamen, hat es noch mal ein bisschen geschneit - Samstag und Sonntag war dann herrlichstes Wetter mit Sonnenschein pur und toller Fernsicht. Genauso hatten wir uns das gewünscht! Also ein absolutes #sonntagsglück!
Aber seht selbst...

Stubaier Gletscher

Stubaier Gletscher

Meine Eltern sind keine Skifahrer, aber sie wandern gerne. Und Winterwanderwege gibt es im Stubtaital so einige, sowohl im Tal als auch in den Bergen.
Wir haben uns an den Winterwanderweg auf dem Stubaier Gletscher gewagt, jedoch nur bergab. Wir sind mit der Gondel bis zur Aussichtsplattform "Top of Tyrol" hochgefahren, haben die Aussicht genossen und sind dann zur Bergstation Gamsgarten hinab gewandert. Der Weg ist jedoch nicht ohne, es geht zum Teil recht steil bergab - Wanderstöcke sind sehr zu empfehlen! Aber der Ausblick ist einfach traumhaft. Und danach kann man sich wunderbar in den Sonnenstühlen auf der Bergstation erholen.

Top of Tyrol - Stubaier Gletscher

Top of Tyrol - Stubaier Gletscher

Wenn man es lieber etwas gemütlicher mag, dann sind die Winterwanderwege im Familienskigebiet Serles zu empfehlen.

Unser absolutes Highlight aber war eine Schneeschuhwanderung im Oberbergtal bei Milders.

Oberbergtal - Stubaital

Wir haben sie über das Bergführerbüro Stubai Alpin gebucht. Das war total unkompliziert und auch nicht teuer! Im Betrag von 40 € pro Person (für eine private Gruppe von nur drei Personen!) ist die Ausrüstung inbegriffen. Die Wanderung hat so viel Spaß gemacht! Es ist zwar schon etwas anstrengend - wenn man bergauf durch den Tiefschnee stapft, fühlt es sich etwas an wie Treppensteigen - aber es ist ein ganz toller Sport! Man genießt die Natur, setzt seine Schritte ganz gemächlich und mit Bedacht, und wenn man mal über die Schneeschuhe stolpert, fällt man ja nur in den weichen Schnee - und das ist dann eine riesen Gaudi!
Ich kann euch wirklich nur empfehlen, das mal auszuprobieren. Bei mir war das sicher nicht die letzte Schneeschuhtour.

Schneeschuhwanderung

Oberbergtal - Stubaital

Ach, sind die Berge im Winter nicht ganz besonders schön?
Wie ist das bei euch? Mögt ihr den Winter in den Bergen? Habt ihr schon mal Schneeschuhe angeschnallt?

Liebste Grüße von Martina

Mittwoch, 15. Februar 2017

Lauwarmer Wintersalat mit Rote Beete und Kürbis

Ihr Lieben,

je länger der Winter dauert, desto größer wird mein Hunger auf leichteres Essen. Klar, ich mag deftiges, seelenwärmendes Winteressen, keine Frage. Aber so langsam freue ich mich auch wieder auf knackige Salate, Frühlings- und Sommergemüse.
Wenn man zum Ziel hat, seine Lebensmittel möglichst saisonal und regional zu erwerben, muss man im Winter auf andere Salate ausweichen. Aber auch hier gibt es leckere Alternativen!
Deshalb gibt es bei mir heute einen lauwarmen Wintersalat.

Wintersalat mit rote Beete und Kürbis


Für zwei Portionen braucht ihr:

  • 100 g Feldsalat
  • 2 kleine rote Beete
  • 1 kleinen Kürbis - ich habe einen Muskatkürbis verwendet
  • Kerne eines halben Granatapfels
  • 2 EL geröstete Kürbiskerne
  • Ziegenkäse - Frischkäse oder Ziegenkäserolle
  • 2 EL Kürbiskernöl
  • 1 EL Himbeerbalsamessig
  • 1 TL Honig
  • Salz, Pfeffer
Gart zunächst die rote Beete in einem hohen Top voll Wasser. Das dauert je nach Größe der Beete etwa 30 Minuten. In der Zwischenzeit schält ihr den Kürbis (einige Kürbissorten, wie z.B. Hokkaido, muss man nicht schälen), entkernt ihn und schneidet ihn in schmale Spalten. Gebt diese Spalten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, beträufelt sie mit etwas Olivenöl, gebt Salz darüber und gebt sie für etwa 20 Minuten in den auf 180°C vorgeheizten Backofen. 
Während der Kürbis backt und die rote Beete kochen, putzt und wascht ihr den Feldsalat und bereitet das Dressing aus Kürbiskernöl, Himbeerbalsamessig, Honig, Salz und Pfeffer zu.
Entkernt die Hälfte des Granatapfels - das klappt am besten in einer Schüssel voll Wasser. Danach sieht eure Küche nicht aus, als hätte sie Windpocken. 

Wintersalat mit rote Beete und Kürbis

Nehmt die Rote Beete aus dem Wasser, schält sie und schneidet sie in Scheiben, die ihr dann auf beide Teller verteilt. Gebt dann den Feldsalat darauf. Dann kommen die Kürbisspalten dazu, den Ziegenkäse setzt ihr oben drauf. Beträufelt dann alles mit dem Dressing, gebt die Kürbis- und Granatapfellikören hinzu und lasst es euch so richtig schmecken!

Wintersalat mit rote Beete und Kürbis

Der Salat ist perfekt, wenn ihr gerade etwas Detox machen möchtet oder abends auf Kohlenhydrate aus Nudeln, Brot und Co. verzichten wollt. Er schmeckt super lecker und macht dabei richtig satt.

Guten Appetit!
Liebste Grüße von Martina

verlinkt mit FrolleinPfau

Dienstag, 7. Februar 2017

Rotkohl-Bulgur-Salat

Ihr Lieben,

ich habe mal wieder etwas experimentiert - ich hatte noch Rotkohl zu Hause und wollte ihn nicht klassisch zubereiten. Also habe ich mir überlegt, was ich sonst damit machen könnte - ich hatte Lust auf einen Salat. Also habe ich kurzerhand einen winterlichen Salat mit Rotkohl und Bulgur kreiert.

Rotkohl-Bulgur-Salat

Je nachdem, wie groß euer Rotkohl ist, erhaltet ihr mit dem Rezept so um die 4 Portionen.
Ihr braucht:

  • Einen kleinen Rotkohlkopf oder einen halben
  • 1 EL Meersalz
  • 1 TL gemahlenen Kümmel
  • 1 Tasse Bulgur
  • 1 TL Couscous-Gewürz
  • 1 Clementine oder Mandarine
  • 1 Hand voll Rosinen oder Cranberries, wenn ihr Rosinen nicht mögt
  • 1 Hand voll Cashewkerne, gehakt
  • 2 EL Portwein
  • 4 EL Olivenöl
  • 3 EL weißen Balsamico-Essig
  • 1 TL Honig
  • Salz und Pfeffer

Rotkohl-Bulgur-Salat

Putzt den Rotkohl und schneidet ihn klein - ich habe dafür die Küchenmaschine genutzt, das ist einfach doch bequemer und schneller. Gebt den Kohl in eine Schüssel, Salz darüber und knetet den Kohl dann einige Minuten so richtig gut durch. Dann lasst ihr ihn eine Stunde ziehen. Danach könnt ihr ihn probieren: Wenn er euch zu salzig ist, braust ihr ihn kurz ab. Wenn nicht, könnt ihr ihn direkt weiterverarbeiten. Gebt dann den Kümmel dazu - dieser dient weniger dem Geschmack, sondern der Bekömmlichkeit.
In der Zwischenzeit gart ihr den Bulgur - auf 1 Tasse Bulgur kommen 2 Tassen Wasser, das Couscous-Gewürz und etwas Salz - aufkochen, dann ca. 10 Minuten zimmern lassen. Dann ist das Wasser aufgesaugt und der Bulgur al dente. Kurz mit der Gabel auflockern und fertig.
Filetiert die Clementine und gebt die Stücke zum Rotkohl. Den Saft fangt ihr auf und gebt ihn auch dazu. Die Rosinen, die Cashewkerne und der Bulgur kommen auch dazu - mischt alles gut durch.
Kocht den Portwein mit dem Balsamico, dem Öl, Honig, Salz und Pfeffer kurz auf und gebt es dann über den Rotkohl. Gut durchmischen, etwas durchziehen lassen und dann noch mal abschmecken.

Rotkohl-Bulgur-Salat

Ist diese Farbe nicht der Wahnsinn?
Wie mögt ihr Rotkohl oder Blaukraut, wie wir in Franken sagen, am liebsten?
Liebste Grüße von Martina

Rotkohl-Bulgur-Salat

Verlinkt mit Dienstagsdinge und Creadienstag

Sonntag, 29. Januar 2017

Milchreis mit Apfel-Johannisbeer-Kompott

Ihr Lieben,

als ich noch ganz klein war, habe ich sehr viel Zeit bei meiner Oma verbracht. Ich kann mich natürlich nicht mehr an alles erinnern, was wir gemeinsam gemacht haben - ist das nicht schade, dass man so vieles aus der Kindheit dann doch nicht mehr weiß?
Aber an eine Sache erinnere ich mich so gut. Und völlig überraschend hat das mal wieder etwas mit Essen zu tun. Ein absolutes Highlight bei den Oma-Tagen war der Milchreis, den sie für mich gekocht hat. Der Geruch und der Geschmack von Milchreis, das ist für mich Kindheit pur, und Geborgenheit, und Glück, und einfach Zuhause. Sie hat ihn mir noch ganz heiß in eine Schüssel gefüllt und ich durfte selbst Zucker hinzugeben - und zwar so viel wie ich wollte! Und sie hat auch mit gemacht. Wir saßen also zu zweit in der Küche, in der Mitte stand der Zuckerspender, den man gefühlt 1000mal kippen musste, bis endlich genug Zucker im Milchreis war. Ach war das schön!
Ich werde immer an meine Oma denken, wenn ich Milchreis esse...

Heute habe ich eine kleine Milchreis-Inspiration für euch - denn ich habe diesmal keinen ganz klassischen Milchreis gekocht, sondern Mandelmilch verwendet. Und glaubt mir: Das macht glücklich!

Milchreis mit Apfel-Johannisbeer-Kompott

Für eine Schüssel voll leckerem Milchreis braucht ihr - je nach Milchreis (auf die Beschreibung auf der Verpackung achten!):

  • 2oo g Milchreis
  • 500 ml Milch - ich habe 350 ml ungesüßte Mandelmilch mit 150 ml laktosefreier Milch gemischt (zwecks der Konsistenz)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Zimtstangen
  • 1 Vanilleschote
  • 2 EL Ahornsirup - oder mehr, wenn ihr es gerne süßer mögt
Für das Kompott braucht ihr:
  • 2 Äpfel
  • 50 g Mandelstifte
  • eine Handvoll Cranberries
  • 200 ml Johanissbeersaft
  • 1 Päckchen Gelatine
Milchreis mit Apfel-Johannisbeer-Kompott

Bringt die Milch zum Kochen und gebt den Milchreis, Salz, den Zimt und die in der Mitte aufgeschnittene Vanilleschote hinzu. Stellt dann die Hitze zurück und lasst den Milchreis vor sich hin köcheln. Vergesst dabei nicht, immer wieder umzurühren, den angebrannter Milchreis ist nicht ganz so lecker. Nun dauert es etwa 20 bis 30 Minuten, bis der Milchreis schön "schlontzig" und gar ist - das hängt aber von der Sorte ab - deshalb kocht ihr ihn am besten nach Verpackungsangabe.
Gebt dann kurz vor Ende der Garzeit den Ahornsirup hinzu und schmeckt den Milchreis ab. Ihr könnt natürlich auch Honig oder Zucker verwenden.
In der Zwischenzeit schält ihr die Äpfel und schneidet sie in kleine Stücke.
Gebt sie zusammen mit den Mandelstiften, den Cranberries und dem Johannisbeersaft in einen Topf und kocht sie etwa 15 Minuten bei schwacher Hitze. Rührt in der Zwischenzeit die Gelatine an. Lasst die Apfelmischung dann etwas abkühlen, dann dickt ihr sie mit der Gelatine etwas ein.

Milchreis mit Apfel-Johannisbeer-Kompott

Ich liebe Milchreis ja besonders, wenn er heiß ist. Deswegen habe ich den Reis zusammen mit dem Kompott gleich probieren müssen. Aber auch kalt schmeckt beides lecker.

Was ist eure Glücksrezept? Was ist euer #sonntagsglück?
Liebste Grüße von Martina

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Sonntag, 22. Januar 2017

Ein großer Topf voll Seelenfutter: Boeuf Bourguignon

Ihr Lieben,

es gibt diese bestimmte Gerichte, die einem so rundherum gut tun. Es gibt Essen, das einen in die Vergangenheit katapultiert, es gibt Essen, dass einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert, es gibt Essen, das tröstet, es gibt Essen, von dem man einfach nicht genug kriegen kann.
Ich habe einige dieser Leibspeisen - und seit ich 2015 das erste Mal Boeuf Bourguignon ausprobiert habe (und auch auf dem "alten" Blog vorgestellt hatte), gehört dieses Gericht definitiv dazu.
Es schmeckt so intensiv, so reich und einfach nach der Liebe, mit der ich es koche.
Wie alle Gulasch-Gerichte fordert auch dieses Zeit- die sich aber lohnt! Die Zubereitung dauert etwa 45 Minuten, die Garzeit beträgt mindestens 3 Stunden. Der Genuss hält aber auch lange an. Und da man davon am besten gleich einen großen Topf voll zubereitet, hat man nicht nur einmal ein leckeres Essen auf dem Teller.
Bitte achtet auf wirklich gute Lebensmittel, auf hochwertiges Fleisch und guten Wein -  dann schmeckt es gleich dreimal so gut!

Boeuf Bourguignon


Für einen großen Topf Boeuf Bourguignon braucht ihr:
  • 2,5g Rindfleisch aus der Schulter, schneidet es i  etwa 6cm große Würfel
  • 1 kg Möhren
  • 3 Pastinaken
  • 1 Bunde Petersilie - gehackt
  • 300 g rote Zwiebeln
  • 200 g Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Stiele Rosmarin
  • 3 Stiele Thymian
  • 2 Lorbeerblätter
  • ca. 60 ml Portwein
  • 1 El brauner Zucker
  • 80 g Tomatenmark
  • 1 Flasche trockenen Rotwein. Ich habe einen französischen aus dem Medoc genommen
  • 300 ml Rinderfond
  • 300 g Champignons
  • 11/2 EL Butter
  • 11/2 EL Mehl
Boeuf Bourguignon

Putzt das Gemüse, schneidet die Pastinaken und Möhren in Würfel, halbiert die Champignons und schneidet Knoblauch und Zwiebeln in Würfel.
Gebt den Rosmarin, den Thymian und die Lorbeerblätter in ein Teebeutelchen und bindet es mit Garn zu.
Gebt reichlich Olivenöl in einen hohen Topf oder Bräter, salzt das Fleisch und bratet es portionsweise an. Nehmt das Fleisch aus dem Topf und löscht den Bratensatz mit dem Portwein ab. Den Sud gebt ihr zum Fleisch. Gebt etwa 2 EL Olivenöl in den Topf, bratet den Knoblauch, die Zwiebeln und etwa 300 g Möhren- und Pastinaken an. Dann kommen Zucker und Tomatenmark hinzu. Das Ganze löscht ihr dann mit dem Rotwein ab. Kocht alles auf und gebt dann den Rinderfond hinzu. Gebt dann das Fleisch wieder in den Topf - das Kräutersäckchen kommt auch hinzu. Würzt gut mit Pfeffer, lasst alles noch mal aufkochen und lasst es dann zugedeckt bei leichter Hitze mindestens 3 Stunden köcheln.
In der Zwischenzeit bratet ihr das restliche Gemüse, zunächst die Möhren und Pastinaken, dann die Champignons, an - salzen, pfeffern und die Petersilie hinzugeben. Nach etwa 3 Stunden nehmt ihr das Fleisch aus der Soße und passiert die Soße durch ein feines Sieb in eine Schüssel. Drückt das Gemüse gut mit einem Schöpflöffel durch. Gebt dann die Soße zurück in den Topf und lasst sie aufkochen. Schmeckt die Soße mit Salz und Pfeffer ab. Verrührt das Mehl mit der Butter und rührt die Masse mit einem Schneebesen in die Soße ein. Dann gebt ihr Fleisch und Gemüse in den Topf und lasst das Boeuf Bourguignon noch etwa 15 Minuten zu Ende garen.
Dazu schmecken Rosmarin-Kartoffeln oder einfach Baguette - Hauptsache etwas, was die leckere Soße aufsaugt. Und aufgewärmt schmeckt es noch mal so gut!

Boeuf Bourguignon

Nach einem langen Winterspaziergang freue ich mich heute auf einen großen Teller heißes Boeuf Bourguignon - meine heutiges #sonntagsglück!

Viel Freude beim Nachkochen und lasst es euch schmecken!
Liebste Grüße von Martina

p.s. verlinkt mit soulsistermeetsfriends und 

Mittwoch, 18. Januar 2017

Manchmal sind die einfachsten Rezepte die besten: Hühnersuppe mit Nudeln

Ihr Lieben,

vor Kurzem hatte mich eine Erkältung so richtig fies erwischt. Natürlich ist eine Erkältung nichts Schlimmes, aber sind wir doch mal ehrlich: Man fühlt sich damit einfach elend. Man hängt nur rum, ist irgendwie eklig und alles tut weh und nervt. Richtig krank bin ich immer erst, wenn ich auch keinen Appetit mehr habe - denn eigentlich habe ich immer Appetit. Aber diesmal war der tatsächlich auch weg. Bis meine Mama mir eine selbstgekochte Hühnersuppe vorbei gebracht hat. Die hat mir so sehr gut geschmeckt und so gut getan. Danach habe ich mich gefragt: Warum koche ich mir eigentlich nie selbst eine Hühnersuppe? Ich habe mir tatsächlich noch nie eine selbst gekocht. Wahrscheinlich weil mir ein ganzes Suppenhuhn dann doch zu viel ist. Aber es müsste doch eigentlich auch mit Hühnerklein oder Hühnchenbrust klappen. Naja, was soll ich sagen: Ich habe es ausprobiert und für sehr lecker befunden! Und ich habe in meine Hühnersuppe noch ein paar Glasnudeln hinzugefügt, auch das kann ich absolut empfehlen!

Hühnersuppe mit Glasnudeln

Für 2 gute Portionen Hühnersuppe braucht ihr:
  • 1 Bund Suppengemüse (Lauch, Karotte, Sellerie, Petersilie)
  • 2 kleine Hähnchenbrustfilets
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL gerebeltes Zitronen gras oder eine Stange Zitronengras
  • 1 cm Ingwer, geschält und geschnitten
  • Eine Hand voll Glasnudeln, die ihr am besten zerbrecht - so isst es sich leichter
Hühnersuppe mit Glasnudeln

Putzt das Gemüse und schneidet es in Stücke. Gebt den Ingwer und das Zitronengras in einen Teebeutel und bindet diesen zu. Die Petersilie hackt ihr grob. Wascht die Hähnchenbrustfilets und reibt sie etwas trocken.
Bratet das Gemüse in einem Topf in Olivenöl kurz an, gebt dann auch die Filets dazu. Löscht dann alles mit etwa 1 L Wasser ab. Gebt Salz, Pfeffer und Petersilie hinzu (hebt aber etwas Petersilie zum Dekorieren auf) und lasst die Suppe mindestens 30 Minuten köcheln. Nehmt dann die Hähnchenfilets heraus und schneidet sie in Stücke, dann gebt ihr sie zurück in die Suppe. Gebt dann die Glasnudeln hinzu und lasst sie quellen. Nehmt den Teebeutel heraus, schmeckt noch mal mit Salz und Pfeffer ab - und genießt dann einen Teller Seelentröster-Suppe.
Die Suppe hält sich ein paar Tage im Kühlschrank, lässt sich aber auch prima einfrieren. Ihr solltet aber die Nudeln erst hinzufügen, wenn ihr die Suppe esst.
Wenn ihr doch ein ganzes Suppenhuhn verarbeiten möchtet, verlängert sich die Kochzeit entsprechend und ihr solltet auch etwas mehr Wasser und Gemüse verwenden.

Hühnersuppe

Ihr Lieben, bleibt aber dennoch lieber gesund und esst lieber mal ein Teller Süppchen zur Vorbeugung. Die Suppe eignet sich übrigens auch prima für "im neuen Jahr achte ich wieder besser auf meine Ernährung und mache auch ma ne Runde Detox"-Vorsätze.
Liebste Grüße von Martina

Hühnersuppe

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Freitag, 13. Januar 2017

[Buchrezension] AROMEN FEUERWERK - Gerichte mit Gewürzen, Kräutern & Früchten

Ihr Lieben,

heute darf ich euch wieder ein ganz wunderbares Kochbuch vorstellen: AROMEN FEUERWERK - Gerichte mit Gewürzen. Kräutern & Früchten von Katharina Küllmer. Herzlichen Dank an den EMF-Verlag für das Rezensionsexemplar!
Es ist wieder eines dieser Bücher, die man einfach so gerne im Küchenregal stehen hat, weil es einfach wunderschön aussieht! Jedoch braucht man Platz für das Buch, denn man hält hier schon einen ganz schönen Wälzer in der Hand - aber ich persönlich mag das ja sehr.

Buchrezension AROMEN FEUERWERK

Nach einem schönen und inspirierenden Vorwort teilt Katharina Küllmer das Buch in aromenreiche Begleiter wie Salze, Butter und Marmeladen, aufregende Durstlöscher wie Tees und Lassis, würzige Leckereien wie Salate, Gemüse und Brote, eisiges Naschwerk wie Granitas und Eis, süße Köstlichkeiten wie Pies, Kuchen und Cookies und schließlich in Inspirationen, also Ideen für Frühstück, Dinner und Co ein.
Die Einteilung gefällt mir gut, wobei für mich das Kapitel mit den würzigen Leckereien gerne etwas umfangreicher hätte ausfallen können. Jedes Rezept wird mit einer kleinen Anekdote eingeleitet, was ich sehr herzlich finde.
Zunächst einmal kann ich euch die eventuelle Angst vor zu schrägen Aromen nehmen. Die Aromen, die im Buch eingesetzt werden, sind in jeder Küche umsetzbar, man braucht dazu nicht einen ganzen Schrank voller neuer Gewürze, Kräuter oder ähnlichem. Die Aromen sind schön, zum Teil überraschend, aber nicht völlig abgefahren.

Buchrezension AROMEN FEUERWERK - Fotos aus dem Buch


Es sind wirklich schöne Rezepte, die zum Teil etwas Zeit erfordern. Es handelt sich hier nicht um Fast Food, auch wenn durchaus mal ein Burger vorgestellt wird.
Die Fotos im Buch sind fantastisch und absolut nach meinem Geschmack.
Es handelt sich um ein für mich rundherum schönes Buch, in dem ich super gerne schmökere, von dem ich mich gerne inspirieren lasse, das aber durchaus etwas außergewöhnlicher und kein Standard-Kochbuch ist.

Buchrezension AROMEN FEUERWERK - Fotos aus dem Buch


Ich möchte euch heute 3 Rezepte aus dem Buch vorstellen - einen Tee, ein Lassi und eine süße Leckerei.

Fangen wir mal mit dem Tee an - ich habe den Ingwer-Minz-Tee ausprobiert, denn ich liebe Ingwer und ich liebe Minze.
Für 2 große Tassen benötigt ihr:
  • 1 Bio-Zitrone
  • 3 große Stängel frische Minze
  • Einige Blätter Minze zum Dekorieren
  • 40 g Ingwer
  • Ahornsirup oder Honig zum Süßen
Kocht für den Tee 500 ml Wasser auf. Schält von der gewaschenen Zitrone 3 dicke Scheiben Schale mit dem Sparschäler ab. Presst die Zitrone dann aus. Die Minze wascht ihr, den Ingwer schält und schneidet ihr in feine Scheiben.
Gebt die Hälfte des Ingwers, die Zitronenschale und die Minzstängel in einen Topf, übergießt alles mit dem heißen Wasser und lasst es etwa 10 Minuten ziehen. Den Tee gießt ihr dann durch ein Sieb ab und gebt den Zitronensaft hinzu. Kocht den Tee erneut kurz auf, gebt in jede Tasse ein paar Scheiben vom Ingwer und ein paar Blätter Minze, dann füllt ihr den Tee in die Tassen. Bei Bedarf könnt ihr den Tee mit Honig oder Ahornsirup süßen, das schmeckt besser als mit Zucker.
Ein toller Tee, gerade in der kalten Jahreszeit, der gleichzeitig ein toller Immunbooster ist.

Ingwer-Minz-Tee

Als nächstes stelle ich euch ein super leckeres Lassi vor - ein Chocolate Lassi.
Für etwa 750 ml braucht ihr:
  • 400 ml Vollmilch
  • 2 zerstoßene Kardamom-Kapseln
  • 1/2 TL Zimtpulver
  • 1 Nelke
  • 1/2 TL Pumpkin Spice (mein Rezept findet ihr HIER)
  • Salz
  • 100 g Zartbitter-Kuvertüre oder Schokolade
  • 220 g kalter Joghurt - ich habe Minus L Griechische Art genommen
  • 2 EL Ahornsirup
  • 3 TL Kakaopulver
  • 3 TL Zimtpulver
Chocolate Lassi

Erhitzt die Milch zusammen mit den Kardamomkapseln, Zimt, Nelke, Pumpkin Spice und einer Prise Salz. Nehmt den Topf dann vom Herd und lasst die Gewürze etwa 5 Minuten in der Milch ziehen, dann entfernt ihr die Nelke und die Kardamomkapseln. Erwärmt die Milch dann erneut und schmelzt darin nach und nach die Schokolade/Kuvertüre unter Rühren. Lasst die Schokoladenmilch dann abkühlen. Die kalte Schokomilch gebt ihr zusammen mit dem Joghurt und dem Ahornsirup in den Mixer und mixt solange, bis sich alles schön verbindet. Füllt das Chocolate Lassi dann in Gläser und verteilt die Kakaopulver-Zimt-Mischung auf den Lassis. 
Herrlich schokoladig-würzig-lecker!

Chocolate Lassi


Und zu guter Letzt stelle ich euch noch eine Leckerei vor, die ich schon längst ausprobieren wollte - es wurde langsam mal Zeit für Cinnamon Rolls, und zwar mit einem Earl-Grey-Frosting.
Für 12 Rolls braucht ihr:
  • 240 ml Milch
  • 115 g Zucker
  • 30 g frische Hefe
  • 520 g Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 225 g Butter plus etwas zum Einfetten der Auflaufform
  • 2 Eier
  • 225 g Rohrzucker
  • 4 EL Zimt
  • Salz
Für das Earl Grey Frosting
  • 2 TL Earl Grey
  • 1 Sternanis
  • 1 TL Zimt
  • 1 Nelke
  • 1/2 TL geriebener Ingwer
  • 500 g Frischkäse
  • 120 g Puderzucker
Cinnamon Rolls

Erwärmt die Milch, gebt den Zucker hinzu und bröckelt die Hefe hinein. Rührt alles gut um und lasst es zugedeckt etwa 10 Minuten stehen bis die Hefe anfängt, zu arbeiten und Blasen wirft. 
Vermischt in einer Schüssel das Mehl mit dem Salz, gebt 75 g Butter, die Eier und die Hefemilch hinzu und vermengt alles zu einem glatten Teig, den ihr dann richtig gut knetet für etwa 5 Minuten, bis er schön geschmeidig ist. Evtl. müsst ihr noch etwas Mehl hinzufügen. Lasst ihn dann zugedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen. 

Für das Frostig übergießt ihr den Tee die Gewürze und den Ingwer mit 150 ml kochendem Wasser und lasst den Tee 30 Minuten ziehen. Rührt den Frischkäse mit dem Puderzucker und 3 EL vom abgekühlten Tee glatt, bis die Konsistenz schön cremig ist.

Für die Füllung der Zimtrollen vermengt ihr 150 g Butter mit dem Rohrzucker, dem Zimt und 1 Prise Salz.
Rollt den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem etwa 1 cm dicken Rechteck aus und bestreicht den Teig komplett mit der Zimtbutter. Dann rollt ihr ihn der Länge nach auf und schneidet die Rolle dann in etwa 5 cm dicke Scheiben. Gebt diese dann in eine eingefettete Auflaufform und backt die Rollen im auf 200°C vorgeheizten Backofen.
Im Rezept stand 8 Minuten, aber bei mir waren es eher 18 Minuten - das müsst ihr wohl ausprobieren.
Lasst die Cinnamon Rolls dann abkühlen und beträufelt sie vor dem Servieren mit dem Frosting. Im ursprünglichen Rezept wird dazu noch Orangen-Kardamom-Marmelade gereicht. Da ich das nicht so mag, habe ich darauf verzichtet. War aber auch so super lecker.

Cinnamon Rolls mit Earl-Grey-Frosting

Wie ist das bei euch? Probiert ihr gerne neue Aromen und Gewürze aus? Dann ist das Buch definitiv was für euch!

Aromatische Grüße von Martina

verlinkt mit Freutag